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SEO – Wie optimiere ich meine Website für Google & Co.?

Steiger deine Präsenz in den Suchergebnissen von Google und Co.
19. Mai 2020 | DIGITAL |
SEO

Durch eine professionell durchgeführte Suchmaschinen­optimierung lässt sich die Präsenz deiner Webseite in den Suchergebnissen der großen Suchmaschinen, wie Google und Bing signifikant steigern. Wie du deinen Onlineauftritt optimierst, haben wir in 10 Punkten zusammengefasst.

Suchmaschinenoptimierung oder kurz „SEO“ (Search Engine Optimization) ist ein komplexes Thema, dabei kann man mit einigen Punkten, die konsequent behandelt werden, seine Auffindbarkeit in den Suchergebnissen von Google, Bing und Co. verbessern. Wir haben für dich die wichtigsten Punkte zusammengestellt.

Was ist der Unterschied zwischen Onpage und Offpage Optimierung?

Onpage / Offpage SEO (c) VONDERSEE

Onpage-SEO bildet neben Offpage-SEO die zweite Säule erfolgreicher Suchmaschinenoptimierung. Dabei verfolgst du das Ziel deine eigene Webseite durch technisch-strukturelle Anpassungen langfristig in den SERPs (Suchergebnissen / Search Enging Result Pages) zu verbessern und die Relevanz und Crawlbarkeit deiner Website für Suchmaschinen wie Google oder Bing zu optimieren. Ohne eine optimierte Website ist es zudem deutlich schwieriger erfolgreiche Offpage-Maßnahmen zu ergreifen. Grund hierfür ist, dass der Aufbau von Backlinks ohne eine optimierte Website ineffizient ist.

In diesem Beitrag fassen wir die 10. wichtigsten Punkten des OnPage SEO für dich zusammen

1. Wonach sucht der Nutzer?

Sowohl deinen Besuchern als auch Google sollte ein Webauftritt zur Verfügung gestellt werden, welcher die Bedürfnisse und Erwartungen befriedigt. Dabei solltest du beachten, dass es unterschiedliche Motivationen bei der Suche gibt:

  • transaktional (gezielte Absicht wie Kauf, Download, Anmeldung)
  • informational (gezielte Suche nach Hilfestellungen, Infos, Ideen, News …)
  • navigational (gezielte Suche wie nach Markenname, Produkt, Information)

Diese grundlegend unterschiedlichen Suchansätze müssen bei der SEO-Keywordrecherche berücksichtigt werden. Dies ist natürlich ein zeitaufwändiger Prozess, in dessen Verlauf verschiedene Tools wie zum Beispiel ubersuggest helfen.

2. Wie strukturierst du deine Website?

Deinen Websitebesuchern sollte der Weg zum Produkt, zur Info oder entsprechenden Dienstleistung möglichst einfach gemacht werden. Da auch der Google-Bot deine Website intensiv durchsucht, soll test du auf konsistente interne Verlinkung achten. Wer sich “verläuft” findet nicht, was er sucht – egal ob Bot oder Nutzer. 😉 Achte also auf eine intuitive und sinnvolle Navigationsstruktur, sonst sind deine potenziellen Kunden schneller weg, als du ahnst – meist ist dies an der Verweildauer und Absprungrate deiner Seite zu ermessen.

Neben dem internen Linking ist natürlich die Navigation auf der Website besonders wichtig. dabei haben sich zwei Arten von Navigation durchgesetzt, die auch du berücksichtigen solltest. Viele Kunden möchten etwas „Einzigartiges“ schaffen und abgefahrene Ideen umsetzen. Dabei vergessen sie stets den Nutzer und dessen Gewohnheiten. Bitte bleib bei folgenden Möglichkeiten:

  1. vertikale Navigation oder
  2. horizontale Navigation plus
  3. Footer Navigation 

Die Entscheidung ob horizontal oder vertikal wird neben dem Design auch von der Informationsmenge bestimmt. In der horizontalen Navigation ist der Platz begrenzt, während die vertikale Variante beliebig erweitert werden kann. Die vertikale Navigation wird in fast allen Fällen als sogenanntes Burgermenü dargestellt.

Im Footerbereich solltest du die dir wichtigsten Menüpunkte noch einmal aufführen.

Beispiel für eine Footer-Navigation

3. Warum interne Links wichtig sind

Wie schon erwähnt, ist die interne Verlinkung sehr wichtig. Der Googles Crawler besucht deine Seite und folgt den gefundenen Links. Die dort untersuchten Inhalte speichert der Bot auf dem Google Server. Achtet bei Euren Links auf gute Linkbeschreibungstexte! Hierzu wird von Google selbst sogar geraten – denn so versteht der Crawler den Sinnzusammenhang besser. 

Weiterer Tipp: Vermeidet eine zu tiefe Klickstruktur. Jede Seite sollte maximal 3 Klicks von der Startseite entfernt sein, wenn diese noch gut indexierbar sein soll. Kleinere Seiten besser weniger Klicks zum Ziel aufweisen. Dies kann am einfachsten über Links für die wichtigsten Endprodukte/Leistungsseiten im Footer erreicht werden. 

Besonders wichtige Produkte und Dienstleistungen solltest du im Footertext jeder Website zusätzlich verlinken, um deinen Besuchern das Auffinden zu erleichtern.

Interne Links unterscheiden sich grundsätzlich zwischen:

  • Links in der Hauptnavigation,
  • Links in Sidebars,
  • Footerlinks,
  • Content-Links

Content-Links haben für die Suchmaschinenoptimierung besondere Bedeutung, da sie sinnvollerweise von dir mit hoher Themenrelevanz gesetzt wurden. Achte bei Content-Links zudem darauf, dass diese idealerweise nur farblich hervorgehoben werden. Unterstreichungen können den Lesefluss tendenziell eher stören. Bei einem Mouseover kannst du natürlich ein wenig auffälliger werden. Zum Beispiel durch einen Farbwechsel.

TOOL-TIPP: Mit Screaming Frog kannst du die durchschnittliche Klicktiefe einer Seite ermitteln. Das geht bei Seiten unter 500 Unterseiten sogar gratis!

4. SSL-Zertifikat ist Pflicht

Schon 2014 informierte Google darüber, dass die Verschlüsselung deiner Website mittels SSL-Zertifikat Einfluss auf dein Ranking haben wird. Ein SSL-Zertifikat gewährleistet eine sichere Verbindung zwischen deinem Webserver und dem Browser des Nutzers aufgebaut wird und vertrauliche Userdaten von Dritten nicht abgefangen werden können. deine Nutzer sollten deine Verschlüsselung am grünen Schloss ganz links in der Adresszeile des Browsers erkennen können. Spätestens seit der DSGVO (Mai 2018) sollte deine Website ein entsprechendes Zertifikat aufweisen. In deinem und im Interesse deiner Nutzer.

Es gibt zwar unterschiedliche  Sicherheitsstufen, die man per Klick auf das Schloss-Icon erläutert bekommt. SEO-relevant scheint aber aktuell nur die Tatsache zu sein, dass du überhaupt verschlüsselt hast.

5. Titles und Descriptions deiner Seiten optimieren

Wer gut gefunden werden will, muss seine Metadaten optimieren. Sorge also dafür, dass sowohl in deinem Title-Tag als auch in deiner Meta Description deine Fokus-Keywords und-phrasen auftauchen. Dabei bringt es nichts, die Begriffe möglichst häufig auftauchen zu lassen, denn dies wertet Google als Spam und straft dich im Ranking eher noch ab, anstatt dich aufzuwerten.

Google verändert permanent die Descriptions: Zudem bildet Google vermehrt direkt Content von der Seite ab. Featured Snippets (also hervorgehobene Textauszüge) stehen als Direktantwort vor den organischen Suchergebnissen an erster Stelle von Suchergebnissen. Ziel von Google ist es, dem Nutzer möglichst sofort die relevante Information nutzbar zu machen. Gleichzeitig ist das Featured Snippet eine positive Auswirkung auf das Klickverhalten (CTR) und wird von Google auch als Sprachausgabe genutzt.

Geile Sache also, es gibt nur einen Haken: du hast keinen Einfluss darauf, ob und welchen Inhalt Google als Featured Snippet darstellt. Hier greift wieder einmal mehr der Hinweis, wie wichtig gute und gern gelesene Inhalte für die Darstellung in den SERPs sind. 😉 

6. Deine Sitemap indexieren

Um Google die Chance zu geben deine Seite zu finden und zu verstehen, solltest du eine XML-Sitemap zu erstellen. Die reibungslose Indexierung zu ermöglichen empfiehlt sich zum Beispiel für ganze neue Websites oder Websites, die kaum von anderen Websites über Links erreichbar sind. Ohne Sitemap könnte eine solche Website von Crawlern somit so gut wie gar nicht identifiziert werden. Deine XML-Sitemap gibt also dem Crawler die Chance die Struktur deines Webauftritts schneller zu finden und die Unterseiten deiner Domain leichter zu verstehen. Konkretes Vorgehen beschreibt Google selbst hier.

Das Crawling auf deiner Website lässt sich in gewisser Weise steuern. Neben internen und externen Links weisen Metadaten den Crawler an, welche Seiten nicht indexiert werden sollen. So macht es in vielen Fällen zum Beispiel nicht wirklich Sinn, das Impressum zu indexieren, während deine “Verkaufsseiten” hingegen durchsuchbar sein sollten.

Mit der sogenannten “robots.txt” kannst du die Crawl-Bots bitten, bestimmte Bereiche der Webseite zu ignorieren. Es ist also elementar wichtig, eine fehlerfrei robots.txt zu erstellen, denn ansonsten werden möglicherweise Seiten nicht indexiert, die dir besonders wichtig sind, während unwichtigere Seiten auffindbar sind. Es besteht allerdings keinerlei Garantie, dass sich die Suchmaschinen an diese Verbote halten. Google hält sich überwiegend an den Befehl, Bing verhält sich hierbei anders. Konkret steuert der Meta-Tag „noindex“ den Crawler so, dass die entsprechende Unterseite nicht in den Index aufgenommen werden soll. Feinsteuerung bieten die Attribute „follow“ oder „nofollow“ – diese dienen dazu den Crawlern zu sagen, welchen Links sie folgen sollen und welchen nicht. 

SEO-TIPP: Auf Crawling-Fehler wird in der Search Console hingewiesen. Zudem werden die Google-Bot Aktivitäten angezeigt. Die robots.txt kann dort ebenfalls geprüft werden.

Wenn du dir unsicher bist, ob deine Seite korrekt indexiert ist, helfen wir dir gern weiter.

7.  Pagespeed ist wichtiges Rankingkriterium

Googles oberstes Ziel (abgesehen vom Geld verdienen) ist eine positiver Nutzererfahrung. Neben den inhaltlich passenden Suchergebnissen spielt daher auch Geschwindigkeit eine Rolle. Google (und auch die anderen Suchmaschinen) belohnen daher Seiten, deren Inhalt schnell geladen wird und somit dem Nutzer prompt zur Verfügung steht. 

Besonders für mobile Endgeräte sind schnelle Ladezeiten bei mäßigen Netzverbindungen essentiell.

SEO-TIPP: Den meisten Nutzern ist eine Ladezeit von über 3 Sekunden bereits zu viel. Diese Besucher verschwinden also direkt wieder, noch bevor der Inhalt deiner Seite geladen wurde. In deinem Online-Shop kann schlechter Pagespeed also zum K.O.-Kriterium für deinen Umsatz werden. “Endloser” Ladevorgang von Produktbildern oder ein nicht flüssig laufender Kaufabschlussprozess führt bei Onlinekäufern in der Regel zum Abbruch des Einkaufs. Abgesehen davon bewertet Google natürlich auch die entsprechende Absprungrate als einen Punkt in der Bewertung deiner Platzierung in den Suchergebnissen.

MERKE: Lange Ladezeit = hohe Absprungrate = schlechteres Ranking

8. Erkennt Google Bildinhalte?

Soweit bekannt, kann Google eine Bildinformation nur sehr eingeschränkt erkennen und will anhand der Bildbeschreibung Informationen verarbeiten. Zu einem hervorragenden Nutzererlebnis gehört also auch das Beschriften deiner Bildmotiv. Hiermit ist weniger die klassische Bildunterschrift, sondern der sogenannte Alt-Text gemeint.

Im Alt-Text solltest du die wesentlichen Bildinformationen eintragen. Dabei macht es wenig Sinn von einer Rennyacht zu sprechen, wenn auf deinem Bild eine Segeljacht abgebildet ist. Davon lassen sich nämlich weder Google noch der User überzeugen. 😉

Auch aus Nutzersicht machen Alt-Texte Sinn, denn Barrierefeiheit ist ein wichtiges Thema. Mit Hilfe von Screenreadern oder Voicebrowsern können so Menschen mit Sehbehinderung die Inhalte deiner Seite ebenso verstehen, wie jeder andere User. Und na klar – Google und Co belohnen dieses Verhalten mit positiveren Rankings. 🙂

Da viele Menschen inzwischend ie konkrete Bildersuche nutzen, um an Informationen zu gelangen, kannst du durch gut gewählte Alt-Texte dafür sorgen, dass deine Seite möglicherweise mehr Besucher bekommt, als du denkst. Vergiss auch Videos nicht – diese sind ein mächtiges Werkzeug zur Informationsvermittlung, lockern deine Inhalte auf und können ebenso über die Videosuche auf deine Seiten führen! 

SEO-TIPP:  Platziere das Hauptkeyword deiner Unterseite in den Alt-Tags deines Bildes – sofern Keyword und Bildinhalt miteinander Sinn ergeben.

9. Denke mobil – nicht Desktop!

In Zeiten, in denen der Nutzer zu über 70 % Websites mit einem mobilen Device ansteuert sollte es selbstverständlich sein, dass du deine Website zuallererst für diesen Fall aufbaust – Mobil-First! 

Seit dem Mobil-First-Index platziert Google dich in den Sucheregebnissen in erster Linie nach Kriterien der Mobilfähigkeit deiner Website. Zwar berücksichtigt die Suchmaschine auch deine Desktopdarstellung – jedoch erst zweitrangig. Sprich: Ein top aufgebaute Desktopvariante verbessert das Ranking deiner Website nur mäßig, wenn deine mobile Darstellung Grütze ist. Umgekehrt kann eine hervorragende mobile User Experience einen schwächeren Desktopauftritt kaschieren.

Wichtig: Bitte verzichtet auf Websites mit zwei unterschiedlichen Versionen für Mobile UND Desktop! Spätestens bei deiner ersten Google Ads Kampagne wirst du sehr viel “Spaß” erleben, falls du mit dieser Strategie deinen Webauftritt umgesetzt hast. Minimale Anforderung ist eine responsive Website – noch mehr Spaß macht eine PWA. 😉

SEO-TIPP: In der Google Search Console erhältst du Hinweise zu Problemen mit der Mobilfreundlichkeit. Ein regelmäßiger Blick lohnt sich also

10. Content is King, but SEO is Queen

Das “Content is King” keine hohle Phrase ist, weiß inzwischen vermutlich jeder. Nichts desto trotz nutzt der schönste Inhalt nichts, wenn er nicht gefunden wird.

Viele Agenturen und Freelancer, die Suchmaschinenoptimierung aus Ahnungslosigkeit ablehnen, erzählen gern, dass geiler Content ausreicht und sich von selbst herumspricht. Ein fataler Irrtum! Denn du brauchst möglichst einzigartigen Content, gutes Marketing UND eine suchmaschinenoptimierte Website.

Hier ein paar Tipps, wie du deinen Content aufwerten kannst:

  1. Google liebt aktuelle Inhalte. Deshalb solltest du alte Artikel die dir wichtig sind, von Zeit zu Zeit anpassen oder ggf auch löschen – wenn die Artikel an Wert für dich verloren haben.
  2. Textlänge. Zwar gibt es keine exakt offizielle Angabe von Google, grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass eine Unterseite zwischen 200-300 Wörtern aufweisen sollte, während Blogartikel 600-800 Wörter zählen dürfen. In erster Linie solltest du deinen Text aber so schreiben, dass er sich für dich richtig anfühlt und nicht auf eine mutmaßlich korrekte Länge achten. Achte viel lieber darauf Keyword-Spamming zu vermeiden! Dein Text sollte logisch und nachvollziehbar für deinen Leser sein – Google nähert sich bei der Bewertung von Inhalten dem menschlichen Verhalten immer mehr an. Schreib also gedanklich für Menschen, achte dann auf Keywords und gute Meta Tags und Co. Vorrangig für dich ist es, „den geilsten Inhalt zu einem bestimmten Thema“ zu erstellen.
  3. Du liest gern Zeitschriften und Co. Prima! Dann weißt du wie wichtig Absätze, Zwischenüberschriften, Infokästen und Aufzählungspunkte sind. Nutze all dies für den optimierten Inhalt!
  4. Interaktionen! Ermögliche das Teilen und Kommentieren deiner Inhalte, da wo es dir sinnvoll erscheint. Das Kommentieren muss natürlich auch aus DSGVO-Sicht geprüft und “gewollt” sein – wir beispielsweise verzichten auf eine Kommentarfunktion. In Onlineshops sind wiederum Bewertungen und Kommentare zu Produkten ein wichtiges Trust-Element.

Wir hoffen, dass wir dir mit diesen ersten Tipps ein wenig bei der Optimierung deines Webauftritts helfen konnten. Du bist dir nicht ganz sicher, dir fehlt das technische Verständnis oder die Zeit? Dann helfen wir dir gern dabei, deine Inhalte und Angebote sichtbarer zu machen.

AUTOR

SebastianFreitag

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