VON DER SEE Blogbuch

Map Maker, Facebook Klarnamen und ein Vereinswechsel

Moin Mannschaft°!

Heute schwappen ein paar Meldungen über Deck und wir wollen Euch daran teilhaben lassen.

Googles Map Maker ist nun in Deutschland verfügbar. Wer will, kann nun personalisierte Karten für sich erstellen und Kartograf werden. Dies gilt für Google Maps und Google Earth und lässt sich auch vom Handy aus steuern. Zudem lassen sich Eingaben anderer User kommentieren. Nach der Prüfung des Eintrags wird dieser in GoogleMaps / Earth sichtbar gemacht. So lassen sich Wanderwege und Ausflugstipps integrieren, die man mit anderen Menschen teilen möchte.

Ein kurzes Info-Video, wie Google Map Makers funktioniert findet ihr hier.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
http://www.youtube.com/watch?v=WNdBgAWdOUA&feature=youtu.be

Zum Map Maker könnt ihr diesen Link nutzen und Eure eigene Map erstellen. Warum macht Google das? Sicherlich steht im Vordergrund die Verbesserung der Google Maps. Diese werden mit zusätzlichen Informationen angereichert oder vorhandene Informationen korrigiert. Den Vorsprung auf Apples und Bings Kartenservices wird somit noch wachsen.

Dann hat Facebook noch mit seinem Eilantrag vor dem OVG Schleswig das Recht bekommen wieder Accounts, die keinen Klarnamen verwenden , sperren zu dürfen. Facebook machte geltend, dass EU-Recht (Niederlassung Europa in Irland) geltend wäre.

Facebook verlangt von seinen Nutzern bei der Registrierung die Angabe ihrer wahren Daten und sperrt die Konten von Nutzern, die nicht ihren korrekten Namen angegeben haben. Das ULD hatte unter Verweis auf das deutsche Datenschutz- und Telemedienrecht Facebook USA und Facebook Irland aufgegeben, Nutzern die Angabe eines Pseudonyms zu ermöglichen und Konten in diesen Fällen zu entsperren. Das Verwaltungsgericht hatte den Eilanträgen von Facebook hiergegen stattgegeben, weil deutsches Recht nach der Europäischen Datenschutzrichtlinie und dem Bundesdatenschutzgesetz auf die Verarbeitung der Facebook-Nutzerdaten nicht anwendbar sei, sondern ausschließlich irisches Datenschutzrecht. Die Datenverarbeitung finde nämlich bei der irischen Niederlassung von Facebook statt.

Ursprünglich hatte das Verwaltungsgericht das Recht erstritten, das man als User nicht verpflichtet ist korrekte Angaben zu Name, Geschlecht, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse zu machen. Warum möchte Facebook diese Accounts nicht? Vermutlich weil sonst die Verwertung der in den sozialen Netzen hinterlassenen Daten sich schlechter monetarisieren lassen. Oder wie seht Ihr das?

Apropos wie seht ihr das … Thema des Tages scheint der Wechselwirbel um Mario Götze zum FC Bayern zu sein. Man muss nicht mal Fußballfan geschweige denn Anhänger einer der betroffenen Vereine sein, um im Social-Web überspült zu werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang, wie dieser Wechsel sich im Web manifestierte: Ursprünglich gegen Mitternach auf der Seite von BILD.de aufgetauchte und über den Twitter und Facebook Account der BILD lanciert wurde, gingen die ersten Retweets und Posts los.

In den Morgenstunden hatte sich die Kunde so sehr verstärkt, dass über die BVB-Facebookseite gegen 10 Uhr eine offizielle Meldung veröffentlicht wurde. Die Fanpage von Mario Götze wurde überrannt, Schmähungen und Zuspruch gepostet und insgesamt eine hohe Emotionalität in Umlauf gebracht. Ungeschickterweise sperrten die Administratoren des Götze-Accounts kurzerhand die Seite für fremde Kommentare. BVB-Fans wanderten von der Seite ab, während der FC Bayern die „frohe“ Kunde nun auch offiziell bestätigte und die ersten Bayern-Fans zu Götze-Fans wurden. Hierzu lohnt sich ein Blick auf die Live-Statistiken von Quintly.

Pikanterweise sorgte der Wechselsturm dafür, dass von Uli Hoeness‘ Steueraffäre abgelenkt wird und gleichzeitig der Aktienkurs des BVB um über 3 % einbrach. (Quelle Rhein Zeitung).

Einen ausführlichen Bericht zu den Wirkungen des Wechsels findet ihr auch in diesem Artikel der HORIZONT.

Fazit: Passt das alles zusammen? Vielleicht … Mario Götze muss leider weiterhin seinen Klarnamen verwenden und die Enttäuschung der Fans ertragen. Vielleicht gibt es aber ein paar treue alte und ein paar neue Fans, die ihm über Google Maps den besten Schleichweg Richtung München markieren.