VON DER SEE Blogbuch

Die positive Kraft von Social-Media

Moin Mannschaft°!

Allen Schmährufen, Belächelungen und Kritiken zum Trotz entfaltet Social-Media in Zeiten wie diesen seine positive Kraft. Die Menschen zeigen sich angesichts der Flutkatastrophen solidarisch und suchen nach Unterstützung. Hilfe wird organisiert, Tipps und Warnungen ausgerufen. Es wird geteilt, kommentiert was das Zeug hält. Eine kleine Beispielseite von sehr vielen ist „Leipzig Hilft„.

Auch der Zoo Halle berichtet über seine Maßnahmen und ruft zu Unterstützungen auf und erfährt sie. Das Wendland macht mobil und Zeitungen nutzen Ihre Facebookseiten und geben Warnungen und Hinweise heraus.

Aber nicht nur in der Überschwemmung Süd- und Ostdeutschlands zeigt sich Solidarität und Austausch. Ein beeindruckender YouTube-Film aus Spanien richtet sich direkt an das deutsche Volk und erzählt davon, wie sich die Krise anfühlt … vorbei an Medien, Politikern und Lobbyarbeit. Hierbei geht es uns nicht um ein politisches Statement. Die Ursachen und Wirkungen sind so vielschichtig, dass wir uns nicht anmaßen dies in seiner Komplexität zu bewerten. Spannend sind aber die Kommentare, Bewertungen und auch Solidarität, die in der Interaktion entstehen.

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http://youtu.be/Ibem1pX78Dw

Seiten wie Blockupy informieren über die Aktivitäten der Demonstranten, sodass jeder die Fortschritte und Auseinandersetzungen mitbekommen kann. Die aus der Dokumentation „Whale Wars“ bekannten Sea Shepards nutzen ihre Facebook-Seite und Website zum direkten Austausch und Information. Die Vorgehen in der Türkei lassen sich via Twitter unter #occupygezi oder #direngeziparki verfolgen … die Beispiele sind unendlich und zeigen eins: ohne die sozialen Medien wäre eine direkte Interaktion nicht möglich.

Das nicht alles Gold ist was glänzt, ist sicherlich jedem User bewusst. Das auch und gerade hier Hetze und Häme ein Forum geboten wird ist die Kehrseite der Medaille, wie wir in unserer Heimatstadt bei dem Fall „Lena“ haben hautnah erfahren müssen.

Nichts desto trotz überwiegt das Positive. Jede Idee und jede neue Technik braucht ihre Zeit. Denn wenn alle wie Charles H. Duell denken würden, hätten wir zukünftig ein Problem: Der leitende Angestellte des US-Patentamtes machte 1899 folgenden Vorschlag: Man könne das Patentamt schließen, mit neuen Patentanmeldungen sei nicht mehr zu rechnen. Es gibt nichts Neues mehr. Alles, was man erfinden kann, ist schon erfunden.“

Nachtrag:
Unter diesem Link von Stefanie Bamberg befindet sich ein Link zu einem Erlass für Flutopfersoforthilfe.