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Markenführung im digitalen Zeitalter

Moin Mannschaft°!

Die Webguerillas haben eine interessante Studie zum Thema Markenführung veröffentlicht und diese passt auch in das Thema der letzten Tage „Social Media ist tot!“. In zahlreichen Blogs und Foren wurde darüber berichtet. Auch Sebastian hatte sich in einem Artikel dem Thema gewidmet, sodass wir hier nicht tiefer darauf eingehen müssen. Zudem ist Euch sicherlich noch unser erster Artikel zum Thema Markenführung in Hinterkopf. ;)

Warum ist die Studie zur Markenführung aber nun interessant?

Die Studie, die überwiegend mit Digital Natives durchgeführt wurde, belegt, was viele einfach schon geahnt haben. Menschen werden zu Followern, um an exklusive Informationen zu gelangen.

Erst auf Platz zwei folgt die Markensympathie und mit großem Abstand „Unterhaltung“, „Angebotsvorteile“ und „Markenidentifikation“.

„Des Deutschen liebstes „Internet-Kind“, das Diven nach Informationen, zeigt sich also auch in den Social Media-Nutzungsgewohnheiten als relevante Triebfeder.“
Henriette zu Dohna

Muss eine Marke also im digitalen Umfeld anders agieren?

Wie in Sebastians Artikel beschrieben, müssen Unternehmen lernen, dass neben dem sympathischen Auftreten besonderer Wert auf attraktive Angebote und einen echten Informations-Mehrwert gelegt werden sollte, wenn man denn den Wünschen seiner Follower in der Mehrheit gerecht werden will. Nichts desto trotz darf nicht außer acht gelassen werden, dass der direkte Kontakt immer auch einen emotionalen Aspekt hat. Wer also meint im Bereich von Facebook und Co nur noch via Anzeigen seine Angebote zu puschen, ist auf dem Holzweg. Hierzu ein interessanter Thread:

Thread zum Thema „Tod des Social Media“

Ist Facebook also „nur“ so was wie Google? 

Nein. Aber die Zeiten in denen es lediglich um „Happy together“ ging, sind in sofern vorbei, als das es nicht mehr reicht nur gute Laune zu verbreiten. Wer erfolgreich sein will braucht Facebook und Co. Als Sympathie- und Werbeträger. Ganz nebenbei verlangt Facebook inzwischen geradezu nach dem Einsatz von Anzeigen zur Vermarktung. So verringert sich die organische Reichweite von Beiträgen, wie dieser Artikel von Internetworld zeigt. Ob dies beabsichtigt ist, darüber lässt sich streiten. Fakt ist jedoch: Ohne Anzeigen keine Reichweite.

 Was also sollen Unternehmen tun? Welches ist der richtige Weg? User pragmatisch = Unternehmen pragmatisch? 

Unternehmen und ihre Marken sollten sich nicht darauf einlassen, Social Media nun auf einmal ausschließlich als Verkaufskanal zu bewerten. Denn dann vermitteln Sie den Eindruck, dass ihnen die Kundenbeziehung wenig bis gar nichts Wert ist. Unternehmen sollten auf der anderen Seite sich auch nicht einbilden, dass sie mit dem Einsatz einer Facebook-Fanpage das Rad neu erfinden und per se ihre Marke sympathischer und bekannter machen. Wer das erreichen will, braucht nach wie vor den Austausch und die Kommunikation mit dem Kunden.

Fazit: Das Festhalten an gerade gelernten Mechanismen sind kontraproduktiv. Wer Marketing betreibt braucht ein Höchstmaß an Flexibilität und offene Augen. Und wer meint, dass nur Facebook „Social-Media“ ist, hat eh nicht verstanden, worum es geht.