VON DER SEE Blogbuch

Point-of-Sale der Zukunft

Moin Mannschaft°!

Im Einzelhandel und auch in Teilen der Gastronomie macht sich die Angst vor Verödung von Innenstädten breit. Sicherlich ist jedem von uns schon die ein oder andere Innenstadt-Gegend aufgefallen, in denen es etwas trostlos wirkt. Doch wie muss der Point-of-Sale der Zukunft beschaffen sein? Nur Kundenstopper und Leuchtreklame am Gebäude reichen zukünftig nicht mehr, denn die größte Konkurrenz für den lokalen Händler sind die zahllosen Online-Shops, die 24/7 zur Verfügung stehen.

Langsam regt sich etwas am Store-Konzept

Adidas macht vor, was in Zukunft den Kunden erwartet. Digitale Stores mit interaktiven Umkleidekabinen. Beispielsweise kann angezeigt werden, wo der nächste Store ist, der die ausgewählte Kleidung in deiner Größe vorrätig hat. Konfektionsgrößen-Scanner liefern Infos zur Kleidungsgröße, nebenbei kann Deine Lieblingsmusik abgespielt werden. Gelernt wird aus Schnittstellen zu Facebook, Spotify und Co und machen das Shopping zum Happening. Das ist keine Zukunftsmusik, sondern bereits auf dem Vormarsch. In Asien sind Entwicklungen wie diese schon Gang und Gebe, wie die Fashion Show von Burberry in Taipei zeigte. Natürlich sind diese Entwicklungen zunächst für starke Marken, die mit viel Geld in die Shopentwicklung gehen, leichter umsetzbar, doch sollten kleinere, innovationsbereite Händler und Unternehmer die Möglichkeiten der Digitalisierung im Auge behalten.

Leichteste Übung ist ein entsprechender Onlineshop, der ideal mit QR-Codes im Geschäft verbunden ist. So kann der Kunde schnell und einfach zusätzliche Informationen zum Produkt finden und gegebenenfalls entsprechende Bestellungen tätigen, falls das Produkt nicht in der gewünschten Art im Laden vorhanden ist. Per E-Mail-Newsletter bestellte Artikel dürfen auch direkt im Geschäft abgeholt werden, oder der umgekehrte Weg wird ermöglicht. WiFi-Hotspots ermöglichen es den Kunden auch im Laden leicht online zu gehen und Ihre Fundstücke mit Ihren Freunden auf Facebook zu teilen und bewerten zu lassen. Nicht zu vergessen die attraktiven Check in-Dienste wie Foursquare, mit denen man die Möglichkeiten hat, dem Ladenkunden attraktive Vorteile via Smartphone zu übermitteln.

Das stimmige Ladenkonzept verlängert sich ins Onlineerlebnis – sprich: Wo der Kunde kauft, ist letztendlich egal. Hauptsache er tut es bei Dir. Wer also ein Höchstmaß an Shoppingerlebnis mit einem Onlineauftritt, der Social-Media optimiert ist, kombiniert, gewinnt an Sympathie und Stammkunden. Wichtig ist, dass alles was an Maßnahmen geplant und umgesetzt wird, dem mobilen Nutzerverhalten entspricht. Denn inzwischen hat das weltweite Surfen im Internet mit mobilen Endgeräten die 10 % Hürde übersprungen, wie Statista in seiner aktuellen Auswertung zeigt.

Wer also mutig ist, integriert denkt und alte Scheuklappen ablegt, dem steht ein spannender Weg voller Möglichkeiten offen. Einen Blick in die Zukunft wagte Microsoft bereits 2011 in diesem interessanten Spot.