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Ist der „Inkognito-Modus“ von Google Chrome wirklich so geheim?

Du bist weniger anonym, als du denkst.
26. März 2021 | THINK |
Allgemein , SEO , Tipps & Tricks

Bei der weltgrößten Suchmaschine Google tut sich in letzter Zeit mal wieder einiges. Zum Beispiel wird der Internetkonzern zur Zeit verklagt. Warum? Weil der “Inkognito-Modus” nicht so inkognito ist, wie man im Allgemeinen annehmen sollte.

Der Inkognito-Modus ist seit vielen Jahren Bestandteil des beliebten Chrome-Browers.

Seine Funktion wird aber häufig missverstanden und deshalb droht Google nun eine Milliardenklage. Warum? Weil das Verständnis von „Inkognito“ seitens des Nutzers – also wahrscheinlich auch von dir – ein anderes ist, als das von Google.

Das kann der Inkognito-Modus von Google nicht!

Nutzt du den Inkognito-Modus, dann …

  • bist du nicht vor Tracking geschützt
  • nicht vor Standortabfragen geschützt
  • nicht vor Werbeeinblendungen geschützt
  • und schon gar nicht vor Viren oder Malware.

Da fragt man sich schon, was der Inkognito-Modus eigentlich kann, bzw. soll und es erklärt sich warum viele Nutzer das „Geheimagenten-Logo“ des Dienstes missverstehen. Um es deutlich zu sagen: Alles was hinter deinem Gerät passiert ist nicht anonym! Websites erkennen nicht mal deinen Inkognito-Modus!

Wofür ist der Inkognito-Modus dann gut?

Berechtigte Frage und relativ leicht zu beantworten. In erster Linie dient die Funktion dem Anonymisieren deines Browserverlaufs auf deinem Gerät und zwar NUR da.

  • Verhindert die Auffindbarkeit von Websites in deinem Geräte-Browserverlauf
  • Keine Speicherung des Verlaufs in deinem Google-Konto
  • Cookies werden nur im Arbeitsspeicher gespeichert, nicht im Hauptspeicher, dadurch sind nach dem Surfen die Session-Cookies wieder weg
  • Verhindert das Speichern von Formulardaten
  • Ermöglicht dir Websites zu besuchen ohne „Personalisierungseffekte“ (zum Beispiel kein personalisiertes Amazon etc). Gerade für uns im Onlinemarketing und in der Webentwicklung ist das ein interessanter Aspekt.
  • Im Inkognito-Modus kannst du beispielsweise testen, ob ein von dir freigegebenes Google Drive / Google Doc für Jedermann aufrufbar ist (sollte im Inkognito-Modus nicht möglich sein)

Du siehst, der Inkognito-Modus hat einige Vorteile und macht auch auf gemeinsam genutzten Geräten Sinn, wenn du verhindern möchtest, dass die Mitnutzer rausfinden, auf welchen Seiten du warst. Ja, der Besuch von Pornhub & Co. ist recht offensichtlich ein Fall für Googles Inkognito-Modus, aber denke auch an sowas wie Geburtstagsgeschenke, Restaurant-Besuche googeln etc … 😉

Für viele Kunden ein Aha-Effekt

„Wieso brauche ich Onlinemarketing und SEO?! Ich bin doch gut zu finden! Immer Platz 1!!!“
Kunde X – begeistert von seiner Sichtbarkeit in der SERPs (Search Enginge Result Pages)

Du ahnst nicht, wie oft wir diesen Satz von Kunden oder Anfragenden hören. Vielen ist einfach nicht bewusst, dass ihr Suchverlauf gespeichert wird und Google aus dem Nutzerverhalten lernt und man somit logischerweise seine eigene Seite ziemlich gut gerankt findet. Hier ist der Inkognito-Modus Gold wert. Einmal aktiviert, zeigt er das Suchergebnis ohne lokal- oder verlaufshistorische Zuordnung. Da macht sich dann schnell Ernüchterung breit.

Das alles nicht gewusst zu haben, ist übrigens nicht „dumm“: Laut Studien sollen etwa 50 % der Nutzer*innen ein falsches Verständnis über die Funktionsweise des Inkognito-Modus haben. Darum steht ja nun auch die Klage vor Googles Tür …

Du willst mehr zum Thema Onlinemarketing erfahren? Dann lies gern in unsere weiteren Artikel zum Thema rein. 🙂

PS: Theoretisch ist es möglich, euch anhand der IP-Adresse oder anderen Merkmalen (Fingerprinting) weiterhin zu erkennen, aber dies sollte eher selten vorkommen und setzt auch gewisse Fähigkeiten voraus. Zudem hat diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll lediglich das Verständnis für den Sinn und Zweck dieses Chrome-Features schärfen.

AUTOR

SebastianFreitag

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