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Ein Pc mit Katze, daneben hält eine Hand eine Fehlermeldung.

72 Prozent der Content-Profis liegen falsch. Bist du dabei?

Du hast vermutlich schon KI-Content produziert. Vielleicht viel davon. Vielleicht läuft gerade ein Workflow, der Texte in einer Geschwindigkeit auswirft, die sich vor drei Jahren noch nach Science-Fiction angefühlt hätte.

Gut. Nur eine Frage: Wirkt er auch?

80 zu 9. Das ist ein Urteil.

Semrush hat freundlicherweise 42.000 Blogbeiträge ausgewertet und 20.000 Keywords analysiert. Rein KI-generierter Content landet in neun Prozent der Fälle auf Position eins bei Google. Menschlich geschriebene Texte schaffen das in 80 Prozent der Fälle.

Man kann methodenkritisch werden, auf Nischen verweisen, Ausnahmen zitieren. Legitim. Ändert nichts am Grundprinzip. Wer auf Automatisierung setzt, spielt in einer anderen Liga. Einer, in der Position sieben schon als Erfolg gilt.

72 Prozent liegen falsch und das hat einen Grund.

Parallel zur Studie wurden SEO– und Content-Fachleute befragt. 72 Prozent glauben, KI-Content performen genauso gut wie menschliche Texte. Fast drei Viertel einer Berufsgruppe, die von Daten lebt, liegt in einer zentralen Frage nachweislich daneben.

Das ist, freundlich ausgedrückt, kognitive Dissonanz.

Wer über Monate den halben Redaktionsstab oder sein eigenes Denken durch Prompts ersetzt hat, will das rückblickend nicht als Fehler einordnen müssen. Das Gehirn ist in solchen Momenten sehr erfinderisch. Es findet Gründe, um sich nicht einzugestehen, dass etwas mehr Liebe für die eigene Sache (oder die ihrer Kunden) besser wäre. Es findet Gründe, und Relativierungen. Passt trotzdem, Hauptsache raushauen.

Was dabei gern übersehen wird: Auf Position eins steht kein Algorithmus. Da findet sich jemand, der sich hingesetzt und geschrieben hat. Merke: Effizienz und Effektivität sind nicht das Gleiche.

Wir optimieren für das Falsche.

  • 70 Prozent der Befragten nennen Schnelligkeit als größten Vorteil von KI-Content.
  • Nur 19 Prozent sagen, KI verbessere die Qualität.

Da steckt die eigentliche Geschichte.

Wir haben uns entschieden, für Tempo zu optimieren, und wundern uns dann, warum die Wirkung ausbleibt. Der Kurs stimmt nicht mehr, aber wir segeln schneller. Das endet selten gut, das wissen auch Seeleute. Mast und Schotbruch!

Eine verwirrte Katze auf einem Boot ist krachend auf einer verlorenen Insel gestrandet.

Mehr Output ist nicht mehr Relevanz. Wer täglich zehn Texte veröffentlicht, die niemanden wirklich erreichen, hat am Ende mehr produziert und weniger bewirkt als jemand, der zweimal pro Woche etwas schreibt, das hängen bleibt. Und den Schaden bei Google gibt es obendrauf.

Das betrifft längst nicht mehr nur Texte. Videos, die aus KI-generierten Skripten, synthetischen Stimmen und zusammengeklebten Stockmaterial-Loops bestehen, fluten inzwischen YouTube und Social Media. Wer täglich scrollt, hat dieses Format schon längst erkannt: glatte Sprecherprosa ohne Reibung, Schnitte ohne Rhythmus, Inhalte ohne erkennbare Haltung. Recycelter Output in bewegten Bildern ist trotzdem recycelter Output. Dass er läuft, bedeutet nicht, dass er wirkt.

Und jetzt wird es wirklich unangenehm.

Viele Kreative feiern gerade, dass KI nur Durchschnitt produziert. Als wäre das die Entwarnung. Sie haben recht auf Hoffnung. Und liegen trotzdem falsch.

Der menschliche Geist ist (noch) unschlagbar. Stimmt. Reicht aber oft trotzdem nicht.

Ein guter Texter, eine Redakteurin mit Urteilsvermögen, ein Konzepter, der weiß, was er tut – sie schlagen KI-Output. In der richtigen Aufgabe.

Aber nicht jede Aufgabe ist die richtige. Vieles in der täglichen Kommunikationsarbeit ist repetitiv: Produktbeschreibungen, FAQ-Texte. Kein kreativer Hochseilakt, sondern Handwerk auf Wiedervorlage.

Genau das machen Kunden jetzt selbst. Hauptsache fertig, Hauptsache billig. Und sie finden es ausreichend. Kleiner Reminder: in der Schule war das die Note 4.

Das ist nicht nur ein Problem für Agenturen.

Wer seine Kommunikation auf „ausreichend“ optimiert, sät das in seine Marke.

Und was dabei ins Netz geht, landet als Trainingsgrundlage für die nächste KI-Generation. Der produzierte Durchschnitt wird zur Vorlage. Die Vorlage senkt den Standard. Der gesunkene Standard wird wieder Vorlage.

Ein Rückkopplungskreis, der sich still schließt und auf deine Marke niederschlägt.

Das geht sogar in unsere Sprache über.

Das Max-Planck-Institut hat gemessen, wie KI-Vokabular unbemerkt in menschliche Sprache einsickert. Wörter, die vor ChatGPT kaum jemand benutzt hat, tauchen plötzlich überall auf. Wir passen uns an, ohne es zu merken. „Schwiegertochter gesucht“ lässt grüßen.

Ein Seepferdchen sagt "HI!" zu einem Hai. Dieser antwortet im Binär-Code "WO?!".

KI wird besser. Jeden Tag.

Wer heute feiert, dass Maschinen nur Durchschnitt produzieren, sollte das morgen nochmal prüfen, denn KI verbessert sich jetzt.

Den menschlichen Geist als Trutzburg zu feiern, während die Mauern jeden Tag dünner werden, ist keine Strategie. Und trotzdem – oder gerade deshalb – lohnt es sich, genau hinzuschauen, was KI tatsächlich kann. Und was eben nicht.

Sie strukturiert, recherchiert,. Sie spart mutmaßlich Zeit, die dann für etwas Sinnvolleres genutzt werden kann: das Urteil darüber, ob ein Text stimmt, ob er zur Marke passt, ob er im richtigen Moment das Richtige sagt. Genau das kann KI nicht. Entscheiden, was eine Zielgruppe wirklich bewegt, was an einer Marke unverwechselbar ist – das braucht Urteilsvermögen. Und Urteilsvermögen braucht Menschen, zumindest noch.

Wer menschliches Schreiben oder Contenterstellung als optionalen Feinschliff über einem KI-Skelett versteht, hat das Modell falsch herum gebaut.

Was eine Markenstimme ausmacht.

Sie entsteht durch konsequente Entscheidungen über Jahre: Was sagen wir? Was sagen wir bewusst nicht? Wie klingen wir, wenn es unbequem wird?

Das lässt sich beschleunigen. Delegieren lässt es sich nicht.

Wer die Stimme an einen Automaten übergibt, bekommt etwas zurück, das klingt wie alle anderen. Glatt und austauschbar. Eine Marke ohne eigene Stimme hat keinen Kurs. Sie treibt und wird vergesslich.

Zum Schluss.

Wenn dein Content viel produziert und wenig bewirkt, oder wenn deine Markenstimme irgendwo zwischen Tool-Update und Redaktionsplan verloren gegangen ist: kein neues Werkzeug hilft da weiter und Zeit spart die dein durchschnittlicher KI-Prompt auch nicht wirklich.

Fühlst du dich in dieser Situation? Dann lass uns gern reden. Von Mensch zu Mensch

Laut einer Semrush-Studie mit 42.000 ausgewerteten Blogbeiträgen: ja, deutlich. Rein KI-generierter Content landet in neun Prozent der Fälle auf Position eins, menschlich geschriebene Texte in 80 Prozent. Das bedeutet nicht, dass KI als Werkzeug nutzlos ist. Es bedeutet, dass unbearbeiteter Massenoutput selten funktioniert.

In der Praxis ja, wenn die Rollen klar sind. KI strukturiert, recherchiert und liefert Entwürfe. Menschen entscheiden, was davon stimmt, was fehlt und wie es klingen soll. Wer das umdreht, bekommt schnellen Output ohne Urteilsvermögen.

Weil Sprache ansteckend ist. Wer viel liest, übernimmt Rhythmus, Vokabular und Satzmuster, unbewusst. Das Max-Planck-Institut hat gemessen, dass Wörter aus dem ChatGPT-Standardvokabular in menschlicher Sprache seit dem KI-Launch messbar häufiger auftauchen. Kein Katastrophenszenario, aber ein klarer Hinweis, wohin die Reise geht, wenn niemand gegensteuert.

Haltung. Eine Markenstimme entsteht durch konsequente Entscheidungen darüber, was gesagt wird und was nicht, wie geklungen wird, wenn es unbequem wird, und was wirklich wichtig ist. Das lässt sich beschleunigen, aber nicht delegieren.

Ehrlich gesagt: Wir wissen es nicht. KI wird besser, schneller, überzeugender. Wer heute feiert, dass Maschinen nur Durchschnitt produzieren, könnte morgen überrascht sein. Was bleibt, ist das Urteilsvermögen darüber, ob etwas stimmt, passt und wirkt. Solange das gefragt ist, ist menschliches Denken im Spiel.

Quellen

Semrush: Does AI Content Rank in Search? Data Study – semrush.com/blog/does-ai-content-rank-in-search-data-study/
Max-Planck-Institut: Sprachliche Angleichung durch LLMs – arxiv.org/pdf/2409.01754

Eine Hand hält einen Lautsprecher, umgeben von bunten Grafiken und einem Kameramotiv.

Bilder statt bla bla: Warum deine Bildwelt jetzt über Sichtbarkeit und Umsatz entscheidet

Google, ChatGPT & Co. bewerten Websites längst nicht mehr nur nach Textinhalten, sondern nach dem Zusammenspiel aus Text, Bildern, technischer Qualität und Struktur.
Bildersuche, Google Lens, Shopping-Kacheln und KI-Antworten greifen dabei immer stärker auf deine Bilder zurück, um zu entscheiden, ob dein Angebot relevant ist.

Wenn du deine Bilder weiterhin wie Dekoration behandelst, wirst du von Suchsystemen auch genau so einsortiert: als hübsches Beiwerk ohne echte Relevanz.

Warum Bilder dein neues SEO-Fundament sind

Menschen suchen zunehmend visuell. Sie fotografieren Produkte, scannen Verpackungen oder nutzen Screenshots, um passende Angebote zu finden.
Parallel blendet Google bei vielen Shopping-, Vergleichs- und Ratgeber-Suchanfragen zuerst Bildkacheln und Produktvisuals ein, bevor klassische Text-Ergebnisse sichtbar sind.

Generative Suchsysteme wie Google Gemini oder ChatGPT ziehen bevorzugt Seiten heran, bei denen Text, Bilder und Technik stimmig zusammenpassen.
Deine Bildwelt entscheidet damit direkt mit darüber, ob du in diesen Antworten überhaupt auftauchst und ob jemand schließlich bei dir landet oder beim Wettbewerber.

Die Offlinewelt ist plötzlich Teil deiner SEO

Genau hier wird es für Händler, Hersteller und produktnahe Unternehmen spannend.
Denn viele Bilder, die online ranken oder in visuellen Suchsystemen auftauchen, entstehen nicht digital am Rechner, sondern in der echten Welt: im Showroom, im Lager, in der Werkstatt, im Büro, auf der Baustelle oder direkt beim Kunden.

Wer Produkte, Verpackungen, Materialien, Oberflächen, Einsatzorte oder Montagesituationen sauber fotografiert, liefert Suchsystemen genau die Signale, die generische Stock-Fotos nie liefern können.
Die Offlinewelt wird damit zur Quelle deiner digitalen Sichtbarkeit.

Anders gesagt: Deine SEO beginnt heute nicht erst im CMS, sondern schon beim Fotoshooting.
Licht, Perspektive, Hintergrund, Inszenierung, Detailtiefe und reale Anwendungssituationen entscheiden mit darüber, wie gut ein Bild online funktioniert.

Bilder sind Antworten, nicht Dekoration

Ein Bild ist immer eine konkrete Antwort auf eine Kundenfrage.

Beispiele:

  1. Wie sieht das Produkt wirklich aus?
  2. Welche Details, Anschlüsse, Materialien oder Oberflächen gibt es?
  3. Wie groß wirkt das Produkt im Raum oder im Regal?
  4. Wie funktioniert oder wirkt das im Alltag, im Büro oder in der Produktion?
  5. Wie sieht das Produkt im eingebauten, montierten oder genutzten Zustand aus?

Gute Bilder zeigen dein echtes Produkt, im richtigen Maßstab und in einer realistischen Umgebung.
Sie machen Eigenschaften sichtbar, die Text allein nur schwer transportieren kann.
Sie geben dem Nutzer Sicherheit: „Das passt für meinen Anwendungsfall.“

Schlechte Bilder tun das Gegenteil.
Sie sind generische Stock-Kulissen, wirken austauschbar und helfen weder der Suche noch der Conversion.

Worauf du jetzt achten musst

1. Sinnvolle Dateinamen statt „IMG_4837.jpg“

Dateinamen sind kleine, aber wichtige Relevanz-Signale.
Statt „IMG_4837.jpg“ oder „header-final2.png“ solltest du sprechende Namen verwenden, zum Beispiel:

  1. `akustikbild-buero-schallschutz-hellgrau-120×80.jpg`
  2. `stahlregal-lagerhalle-traglast-500kg.jpg`
  3. `konferenztisch-eiche-schwarz-240cm.jpg`

So erkennen Suchsysteme besser, worum es geht, und deine Bilder zahlen direkt auf deine Keywords ein.

Ein Bild eines Lautsprechers innerhalb eines goldenen Bilderrahmen. Daneben wird gezeigt, wie der Dateiname dafür lauten könnte.

2. Alt-Texte, die wirklich erklären, was zu sehen ist

Alt-Texte sind Pflicht für Barrierefreiheit, aber auch essenziell für Suchmaschinen und KI-Systeme.
Gute Alt-Texte beschreiben konkret, was das Bild zeigt, nennen bei Bedarf Produktnamen, Maße oder Einsatzort und binden das Hauptkeyword der Seite sinnvoll ein.

Verzichte auf leere oder nichtssagende Alt-Texte wie „Bild“, „Header“ oder „Produktfoto“.
Damit verschenkst du SEO-Potenzial und erschwerst Nutzern mit Screenreader die Orientierung.

3. Bildkontext: Zeig nicht nur das Produkt, zeig den Einsatz

Suchsysteme lesen Bilder nicht isoliert, sondern im Kontext.
Wichtig sind deshalb nicht nur Freisteller, sondern auch echte Nutzungssituationen, passende Umgebungen und Motive, die den Zweck des Produkts sichtbar machen.

Ein Bürostuhl im weißen Nichts ist ein Produktbild.
Ein Bürostuhl im Besprechungsraum, im Homeoffice oder im Empfangsbereich ist ein verkaufsstarkes Signal.

4. Technische Qualität: Ladezeit und mobile Darstellung

Gutes Bild-SEO darf deine Technik nicht ruinieren.
Achte deshalb auf moderne Bildformate wie WebP oder AVIF, schlanke Dateigrößen ohne sichtbare Qualitätsverluste, responsive Bilder und Lazy Loading.

Langsame Seiten, aufgeblähte Header-Bilder und schwere Slider senken nicht nur dein Ranking, sondern auch die Bereitschaft zu scrollen, zu lesen und zu kaufen.

5. Verpackung, Etiketten und Details sichtbar machen

Visuelle Suchsysteme erkennen häufig auch Textelemente, Logos, Formen, Farben und Verpackungsmerkmale.
Wenn Verpackung, Etikett oder Produktkennzeichnung auf deinen Fotos sauber sichtbar sind, stärkst du die Wiedererkennbarkeit und hilfst Nutzern bei der Orientierung.

Gerade im Handel ist das relevant, wenn Kunden Produkte im Regal, auf Messen oder bei Wettbewerbern sehen und später online danach suchen.

Dos: Was du jetzt tun solltest

  • Zeig echte Produkte statt generischer Stock-Fotos.
  • Nutze pro Produkt oder Kategorie mehrere Bildtypen: Übersicht, Detail, Anwendung, Größenvergleich.
  • Fotografiere reale Einsatzorte statt nur sterile Studio-Settings.
  • Achte auf Licht, Perspektive, Schärfe und erkennbare Materialität.
  • Benenne Bilder sauber und pflege sinnvolle Alt-Texte.
  • Komprimiere Bilddateien, ohne die visuelle Qualität zu zerstören.
  • Setze Bilder so ein, dass Nutzer schnell verstehen, was das Produkt kann und für wen es gedacht ist.

Don’ts: Was du dir sparen kannst

  • generische Stock-Fotos ohne Bezug zu deinem echten Angebot
  • Produktseiten mit nur einem schlecht ausgeleuchteten Bild
  • Bilder ohne Alt-Text oder mit nichtssagenden Bezeichnungen
  • KI-Visuals, die Dinge zeigen, die du gar nicht liefern kannst
  • große Bilddateien im Header, die deine Ladezeit zerstören
  • sterile Studiofotos ohne reale Anwendung, wenn der Einsatzkontext kaufentscheidend ist
  • dieselben Bilder für völlig unterschiedliche Produkte ohne differenzierende Details


Kurz gesagt: Alles, was Nutzer irritiert oder die Technik verlangsamt, wird dir mittelfristig Reichweite und Umsatz kosten.

Warum das für GEO und LLMO relevant ist

Generative Suchsysteme wie Google Gemini oder ChatGPT greifen auf Quellen zurück, die Inhalte klar, glaubwürdig und nachvollziehbar aufbereiten.
Dazu gehört nicht nur Text, sondern auch eine Bildwelt, die Produkte, Leistungen und Anwendungssituationen eindeutig zeigt.

Wenn deine Bilder konkret, realistisch und technisch sauber eingebunden sind, erhöhst du die Chance, dass deine Seiten als verlässliche Quelle wahrgenommen werden.
Gerade bei Produktsuchen, Vergleichen und Kaufentscheidungen wird das immer wichtiger.

Was du jetzt konkret angehen solltest

Produktbilder prüfen

Schau dir deine wichtigsten Produkt- und Kategorieseiten kritisch an.
Fehlen dort Detailaufnahmen, Anwendungsbilder, Größenvergleiche oder erkennbare Materialeigenschaften, ist dein Bild-SEO zu dünn.

Offline-Motive systematisch planen

Plane Fotos nicht nur für Design oder Social Media, sondern für Sichtbarkeit und Verkauf.
Überlege vor jedem Shooting, welche Fragen ein Bild beantworten muss: Produktform, Oberfläche, Größenverhältnis, Einbausituation, Nutzung, Verpackung oder Detailfunktion.

Bildqualität technisch absichern

Sorge dafür, dass gute Motive nicht an schlechter Technik scheitern.
Moderne Formate, optimierte Dateigrößen und eine saubere mobile Darstellung sind Pflicht.

Beispiele, wie der Lautsprecher ideal abgebildet werden könnte.

Bilder verkaufen nicht nur besser. Sie ranken auch besser.

Bilder sind nicht länger Beiwerk.
Sie sind Content, Ranking-Signal, Vertrauensfaktor und Conversion-Hebel in einem.

Und weil diese Bilder oft in der realen Welt entstehen, ist auch die Offlinewelt längst Teil deiner SEO.
Wer Produkte, Materialien, Einsatzorte und reale Nutzungssituationen sauber dokumentiert, baut sich damit nicht nur bessere Inhalte, sondern einen echten Sichtbarkeitsvorteil.

Wenn du mit deiner Website oder deinem Shop heute noch sichtbar und morgen auch in KI-Antworten relevant sein willst, musst du deine Bildwelt strategisch denken.
Nicht irgendwann, sondern jetzt.

Du willst wissen, wie gut deine Produktbilder für Sichtbarkeit und Conversion wirklich aufgestellt sind? Dann lass uns gemeinsam draufschauen.



Quellenhinweis:
Die beschriebenen Entwicklungen rund um Bildersuche, Google Lens, multimodale Suche und KI-gestützte Antwortsysteme basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen und Dokumentationen von Google sowie von Anbietern generativer KI wie OpenAI und vergleichbaren Plattformen.

Drei Personen halten Schilder mit den Begriffen Chef*in, Firma und KI hoch für kreative Markenkommunikation.

KI-Content im Mittelstand: schneller, billiger – und wer haftet?

KI ist für viele kleine und mittlere Unternehmen längst Alltag. Texte entstehen in Minuten, Bildideen lassen sich schnell skizzieren, Kampagnen vorbereiten, Newsletter strukturieren. Im Marketing ist das hilfreich, weil Zeit und Budget meistens knapp sind.

Ein Selbstläufer ist KI deshalb noch lange nicht. Wer Inhalte ungeprüft übernimmt, riskiert rechtliche Probleme, falsche Aussagen, Datenschutzverstöße und einen sichtbaren Bruch im Markenauftritt. Dazu kommen autonome AI Agents. Diese Systeme schreiben nicht nur Texte. Sie planen Aufgaben, nutzen Dateien, steuern Tools und führen im Zweifel eigenständig Aktionen aus.

Für dich als Unternehmer bedeutet das: KI darf genutzt werden, aber kontrolliert. Die eigentliche Frage ist nicht, ob ein Text mit KI entstanden ist. Die eigentliche Frage ist, wer Verantwortung übernimmt – wer prüft, einordnet und den Inhalt zur Marke passend macht.

Schnell heißt nicht sicher

KI-Tools wirken wie eine Abkürzung. Ein Prompt, und schon liegen Blogartikel, Social-Media-Posts, Produkttexte oder Visuals vor. Das Problem beginnt dort, wo diese Ergebnisse ohne Prüfung online gehen.

Bei Texten kann KI falsche Fakten, erfundene Quellen oder unpassende Versprechen einbauen. Bei Bildern ist oft unklar, auf welchen Trainingsdaten ein System basiert und ob der Output geschützten Werken zu nahe kommt. Eine bloße Ähnlichkeit reicht nicht automatisch für eine Rechtsverletzung. Bei großer Nähe, Wiedererkennbarkeit oder Übernahme geschützter Gestaltungselemente kann sie aber problematisch werden. Bei Code, Musik, Video und Stimmen kommen weitere Rechtefragen hinzu.

Auch der eigene Schutz ist ein Thema. Rein maschinell erzeugte Inhalte sind rechtlich nicht so geschützt wie Werke mit menschlicher schöpferischer Leistung. Das U.S. Copyright Office hat seit 2023 in mehreren Entscheidungen bestätigt, dass rein maschinell erzeugte Inhalte ohne menschlichen Beitrag keinen urheberrechtlichen Schutz erlangen. KI-unterstützte Werke können dagegen schutzfähig sein, wenn die menschliche Gestaltung prägend genug ist.

Für deutsche und europäische Unternehmen ist das keine 1:1-Rechtsauskunft. Im europäischen und deutschen Urheberrecht spricht aber vieles dafür, dass rein maschinell erzeugte Inhalte ohne menschliche schöpferische Leistung keinen vollwertigen Schutz genießen. Entscheidend ist also, ob ein Mensch durch Auswahl, Bearbeitung, Komposition, Textfassung oder Gestaltung eine eigene schöpferische Leistung erbracht hat.

Für KMU heißt das praktisch: KI liefert Material. Markenfähiger, belastbarer Content entsteht erst durch Auswahl, Redaktion, Perspektive, Faktenprüfung und Gestaltung.

Was Unternehmen jetzt beachten müssen

Der KI-Einsatz wird alltäglicher und gleichzeitig stärker reguliert. Der EU AI Act ist seit 2024 in Kraft und wird schrittweise anwendbar. Für Unternehmen sind aktuell zwei Punkte zentral.

Erstens: Seit dem 2. Februar 2025 müssen Anbieter und Betreiber von KI-Systemen Maßnahmen ergreifen, damit Mitarbeitende und andere Personen in ihrem Auftrag über ein angemessenes Maß an KI-Kompetenz verfügen. Gemeint ist kein pauschales Zertifikat, sondern ein praktisches Verständnis für Chancen, Grenzen und Risiken der eingesetzten Systeme.

Zweitens: Transparenzpflichten werden wichtiger. Die EU-Kommission hat am 8. Mai 2026 Entwürfe für Leitlinien zu den Transparenzpflichten nach Artikel 50 AI Act veröffentlicht. Es geht dabei um bestimmte KI-Systeme und bestimmte KI-generierte oder manipulierte Inhalte, bei denen Nutzerinnen und Nutzer erkennen können müssen, dass KI im Spiel ist – keine pauschale Kennzeichnung für jeden Text.

Eine eigene Rechtsabteilung für KI braucht deshalb längst nicht jedes KMU. Aber „wir probieren mal irgendwas mit ChatGPT“ ist als Dauerzustand zu riskant. Wer KI regelmäßig nutzt, braucht klare Regeln.

Die wichtigsten Risiken für KMU

1. Urheberrecht und Nutzungsrechte

KI kann Inhalte erzeugen, die vorhandenen Texten, Bildern, Illustrationen, Musikstücken oder Designs ähneln. Das passiert nicht unbedingt absichtlich, kann aber trotzdem problematisch werden. Verantwortlich ist am Ende nicht die KI. Verantwortlich ist dein Unternehmen, das veröffentlicht.

Besonders heikel sind finale Anzeigenmotive, Kampagnenclaims, Produktbilder, Musik, Videos und Texte zu sensiblen Themen. KI sollte hier nie die letzte Instanz sein. Das heißt konkret: KI darf Ideen liefern, veröffentlicht wird erst nach menschlicher Überarbeitung, Faktenprüfung und Rechtecheck. Wie ernst die Rechtsprechung das nimmt, zeigt ein Urteil aus München. Das Landgericht München I hat am 11. November 2025 entschieden, dass die Speicherung urheberrechtlich geschützter Inhalte in KI-Sprachmodellen und deren Wiedergabe im Output unzulässig sind (Az. 42 O 14139/24, GEMA ./. OpenAI). Wer KI-Systeme betreibt, die geschützte Inhalte reproduzierbar speichern, haftet auf Unterlassung, Auskunft und Schadensersatz – unabhängig davon, ob die Ausgabe durch einen Nutzer-Prompt ausgelöst wird. Für KMU heißt das übersetzt: KI-Output ist nicht haftungsfrei, nur weil „die KI das gemacht hat“. Wer veröffentlicht, trägt die Verantwortung. →Urteil des LG München I (Pressemitteilung)

2. Datenschutz und vertrauliche Informationen

KI-Tools sind praktisch, und genau deshalb landen schnell Dinge dort, die nicht dort hingehören. Eine Kundenmail eingefügt, ein Angebot zusammengefasst, ein internes Dokument hochgeladen. So entsteht ein Datenschutzproblem.

Die DIHK weist darauf hin, dass Unternehmen bei generativen KI-Systemen sehr vorsichtig mit personenbezogenen, sensiblen und vertraulichen Daten umgehen sollten. Geprüft werden sollte auch, wo Daten verarbeitet werden und welche Vereinbarungen mit dem Anbieter bestehen.

Was im Alltag funktioniert: Kundendaten, interne Zahlen, Bewerbungsunterlagen, Verträge und vertrauliche Projektinformationen gehören nicht in KI-Tools, die nicht freigegeben und datenschutzrechtlich geprüft sind.

3. Falsche Fakten und erfundene Aussagen

KI klingt oft überzeugend, auch wenn sie Unsinn produziert. Im Marketing ist das besonders gefährlich, weil ein gut formulierter Fehler schwerer auffällt als ein holpriger. Typische Stolperfallen sind erfundene Studien, falsche Jahreszahlen, übertriebene Produktversprechen und Aussagen wie „marktführend“, „wissenschaftlich bewiesen“ oder „100 % nachhaltig“, die nicht belegbar sind.

Fakten, Zahlen, Zitate, Rechtsaussagen, Gesundheitsversprechen und technische Angaben gehören deshalb immer separat geprüft.Wie weit die Haftung dabei reicht, hat das OLG Hamm am 12. Mai 2026 erstmals in Deutschland geklärt. Irreführende Aussagen eines KI-Chatbots werden dem Unternehmen vollständig als eigene geschäftliche Handlung zugerechnet (Az. 4 UKl 3/25). Im konkreten Fall hatte ein Chatbot auf der Website einer Praxis für ästhetische Medizin Facharzttitel erfunden, die die Betreiber gar nicht besaßen. Das OLG stellte klar: Ein KI-System ist rechtlich kein „Dritter“. Unternehmen können sich nicht damit herausreden, sie hätten die Fehler ja nicht selbst formuliert. Wer KI in der Kundenkommunikation einsetzt, haftet nach § 5 UWG für irreführende Aussagen – auch wenn sie ungeplant entstehen. → Pressemitteilung des OLG Hamm

4. Markenverwässerung

KI schreibt oft glatt, aber generisch. Wer viele Texte direkt aus KI-Tools übernimmt, hat irgendwann eine Marke, die austauschbar klingt. Gerade KMU leben aber von Vertrauen, Haltung, regionaler Nähe und Wiedererkennbarkeit.

KI-Texte nur sprachlich zu glätten reicht deshalb nicht. Sie müssen zur Marke, zum Angebot, zur Zielgruppe und zur tatsächlichen Arbeitsweise passen. Sonst klingt jedes Unternehmen wie jedes andere.

5. Sicherheitsrisiken durch AI Agents

Autonome AI Agents gehen einen Schritt weiter. Sie antworten nicht nur, sie führen Aufgaben aus. Sie greifen auf Dateien zu, nutzen Schnittstellen, steuern Tools, verbinden sich mit CRM, Shop, Ads-Manager, E-Mail-Postfach und Kalender.

Das ist nützlich und gleichzeitig riskant. OWASP führt in den Top 10 für LLM-Anwendungen Risiken wie Prompt Injection, unsichere Ausgabe-Verarbeitung, Datenabfluss und zu weitreichende Berechtigungen auf. Auch das BSI empfiehlt, KI-Anwendungen nur die Berechtigungen zu geben, die für die jeweilige Aufgabe wirklich notwendig sind. Jede zusätzliche Berechtigung vergrößert die Angriffsfläche.

Im Alltag heißt das: Agents starten nie mit Vollzugriff. Erst begrenzen, testen, protokollieren, dann schrittweise erweitern.

Shadow AI: Wenn Tools an der IT vorbeiziehen

Ein wiederkehrendes Muster: Ein neues KI-Werkzeug wird gehypt, Mitarbeitende testen es eigenständig, die IT hat keinen Überblick. Zugangsdaten werden eingetragen, Erweiterungen installiert. Plötzlich hat ein nicht geprüftes System Zugriff auf Dateien, Konten oder Kundendaten.

Sicherheitsberichte beschreiben regelmäßig genau solche Konstellationen rund um neue, schnell wachsende Agent-Projekte: exponierte oder fehlkonfigurierte Instanzen, problematische Berechtigungen, abgegriffene Zugangsdaten und ungeprüfte Erweiterungen. Anbieter wie Kaspersky oder Tenable analysieren solche Vorfälle und ordnen sie ein.

Für KMU ist weniger der konkrete Toolname entscheidend, sondern dieses Muster. Es heißt Shadow AI und entsteht selten aus böser Absicht. Bequemlichkeit und Zeitdruck reichen völlig aus.

Wie KMU ChatGPT, Bild-KI und Agents sinnvoll nutzen

ChatGPT, Claude, Gemini und ähnliche Sprachmodelle

Sprachmodelle sind stark bei Ideen, Struktur, Varianten und Rohfassungen. Sie helfen bei Gliederungen, Betreffzeilen, FAQ, ersten Textentwürfen, Briefings, Zusammenfassungen und Perspektivwechseln.

Nicht geeignet sind sie als ungeprüfte Quelle für rechtliche, medizinische, finanzielle oder technische Aussagen. Auch finale Website-Texte, Leistungsversprechen und Angebotsformulierungen sollten nicht 1:1 übernommen werden.

Sichere Nutzung:

  • Prompts ohne sensible Daten formulieren.
  • Ergebnisse redaktionell überarbeiten.
  • Fakten und Quellen separat prüfen.
  • Tonalität an die Marke anpassen.
  • KI-Nutzung intern dokumentieren, wenn der Inhalt relevant oder risikobehaftet ist.

MidJourney, Stable Diffusion und andere Bildgeneratoren

Bild-KI ist gut für Moodboards, Stilrichtungen, interne Präsentationen und schnelle Visualisierungen. Heikler wird es, wenn Bilder direkt als Anzeigenmotiv, Keyvisual, Produktfoto oder Kampagnenmotiv eingesetzt werden.

Bei vielen Bildgeneratoren ist für KMU schwer nachvollziehbar, wie Trainingsdaten, Lizenzen und mögliche Ähnlichkeiten zu geschützten Werken bewertet werden müssen. Das macht nicht jedes Bild automatisch problematisch. Es heißt aber, dass finale kommerzielle Nutzung keine Nebensache ist.

Sichere Nutzung:

  • Für interne Ideen und Layoutphasen nutzen.
  • Finale Motive nachbearbeiten, prüfen und bewusst freigeben.
  • Keine Prompts verwenden, die gezielt den Stil lebender Künstlerinnen oder Künstler nachahmen, wenn das Ergebnis kommerziell genutzt wird.
  • Keine Promi-Fakes, irreführenden Vorher-Nachher-Bilder oder unechten Produktdarstellungen veröffentlichen.

Adobe Firefly und kuratierte KI-Systeme

Adobe positioniert Firefly als kommerziell ausgerichtete Lösung und verweist dabei auf kuratierte Quellen, Content Credentials und Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen. Das kann für KMU eine pragmatischere Option sein als Bildgeneratoren mit unklarer Datenbasis.

Trotzdem bleibt Verantwortung beim Unternehmen. Ein technisch zulässiges Bild kann rechtlich, ethisch oder kommunikativ problematisch sein, wenn es Menschen täuscht, Produkte falsch darstellt oder falsche Erwartungen weckt.

Sichere Nutzung:

  • Für kommerzielle Motive bevorzugt Tools mit klaren Lizenzinformationen nutzen.
  • Content Credentials und Projekt-Dokumentation nicht entfernen, wenn sie intern gebraucht werden.
  • Finalmotive weiterhin marken- und rechtsseitig prüfen.

GitHub Copilot und Code-KI

Code-KI kann Entwicklung beschleunigen. Sie hilft bei Boilerplate-Code, Dokumentation, Tests und Routineaufgaben. Trotzdem darf Code nicht ungeprüft in produktive Websites, Shops oder Schnittstellen wandern.

Mögliche Risiken sind Sicherheitslücken, ungeeignete Bibliotheken, Lizenzkonflikte, veraltete Patterns oder Code, der zwar funktioniert, aber nicht wartbar ist.

Sichere Nutzung:

  • KI-Code immer reviewen.
  • Sicherheitsrelevante Funktionen besonders prüfen.
  • Abhängigkeiten und Lizenzen kontrollieren.
  • KI-gestützte Änderungen in Tickets oder Commits nachvollziehbar dokumentieren.

Audio-, Video- und Stimmen-KI

Audio- und Video-KI wird leistungsfähiger, und damit steigen die Risiken. Stimmen, Gesichter, Musikstile und Bewegungen lassen sich realistisch imitieren. Für Werbespots, Reels, Recruitingvideos oder Erklärfilme ist das verlockend, aber sensibel.

Sichere Nutzung:

  • Keine Stimmen imitieren ohne klare Zustimmung.
  • Keine Musik erzeugen, die bekannten Songs bewusst ähnelt.
  • Bei Personenrechten schriftliche Freigaben einholen.
  • KI-generierte Szenen nicht als echte Aufnahmen ausgeben, wenn dadurch ein falscher Eindruck entsteht.

Autonome Agents

Agents können nützlich sein, wenn sie klar begrenzte Aufgaben übernehmen. Zum Beispiel Recherche vorbereiten, Content-Ideen clustern, interne Dokumente nach freigegebenen Informationen durchsuchen oder Entwürfe für Menschen aufbereiten.

Gefährlich werden sie, wenn sie selbst veröffentlichen, Budgets verschieben, E-Mails versenden, Preise ändern oder auf sensible Systeme zugreifen.

Sichere Nutzung:

  • Kein Agent ohne Verantwortliche.
  • Kein Agent ohne Rechtekonzept.
  • Kein Agent ohne Protokollierung.
  • Kein Agent mit Produktivzugriff ohne menschliche Freigabe.
  • Keine offenen Panels oder Schnittstellen im Internet.
  • Separate API-Keys mit minimalen Rechten verwenden.
  • Testumgebung vor Produktivsystem.

Fiktives Szenario: Der KI-Burger

Die „Franz & Söhne GmbH“, ein kleines Burgerrestaurant, will mit einer schnellen Social-Media-Kampagne auffallen. Ein Mitarbeiter nutzt ChatGPT für Namen und Texte, einen Bildgenerator für Visuals und einen Agenten für die automatische Veröffentlichung.

Die Kampagne heißt „Burgerrino“. Die Bilder sehen spektakulär aus. Der Agent postet täglich, variiert Claims und reagiert auf Kommentare. Anfangs funktioniert das gut, die Reichweite steigt.

Nach drei Wochen kippt die Stimmung.

Ein Wettbewerber übernimmt die Idee fast identisch. Der Name war nicht geprüft und kaum geschützt. Ein Fotograf meldet sich, weil einzelne Bildelemente stark an seine Foodfotos erinnern. In einem Post verspricht der Agent ein dauerhaftes 2-für-1-Angebot, das nie freigegeben wurde. Gäste beschweren sich, weil der echte Burger deutlich anders aussieht als das KI-Bild.

Der KI-Einsatz war hier nicht das Problem. Das Problem war die fehlende Kontrolle.

Besser wäre gewesen:

  • KI nur für erste Ideen nutzen.
  • Namen, Claims und Domain prüfen.
  • Finale Bilder fotografieren oder sauber lizenzieren.
  • Posts redaktionell freigeben.
  • Agenten nur Entwürfe vorbereiten lassen.
  • Angebote und Preise nie automatisiert veröffentlichen.

Die wichtigste Regel: KI braucht Verantwortlichkeit

Viele Unternehmen fragen zuerst, ob sie KI überhaupt nutzen dürfen. Die ergiebigere Frage lautet, wer prüft, was mit KI entsteht.

Ein sinnvoller KI-Prozess für KMU muss nicht kompliziert sein. Er sollte aber festlegen, welche Tools erlaubt sind, welche Daten nicht eingegeben werden dürfen, wer finale Inhalte freigibt und wann rechtliche oder technische Prüfung nötig ist.

Ein einfacher Workflow reicht in der Regel:

  1. Idee und Entwurf: KI darf Varianten, Struktur und Rohmaterial liefern.
  2. Prüfung: Fakten, Rechte, Datenschutz, Tonalität und Markenfit werden kontrolliert.
  3. Bearbeitung: Menschen machen aus dem Entwurf einen eigenen Inhalt.
  4. Freigabe: Verantwortliche Person dokumentiert, was veröffentlicht wird.
  5. Ablage: Tool, Datum, Quelle, Prompt oder Bearbeitungsschritte werden bei relevanten Projekten nachvollziehbar gespeichert.

Checkliste für sichere KI-Nutzung im Unternehmen

Diese Punkte sollten KMU intern klären:

  • [ ] Welche KI-Tools sind erlaubt?
  • [ ] Welche Tools sind ausdrücklich nicht erlaubt?
  • [ ] Welche Daten dürfen niemals eingegeben werden?
  • [ ] Wer prüft KI-Texte vor Veröffentlichung?
  • [ ] Wer gibt Bild-KI-Motive frei?
  • [ ] Wie werden Fakten, Quellen und Zahlen geprüft?
  • [ ] Welche Inhalte brauchen eine Rechtsprüfung?
  • [ ] Welche Inhalte brauchen eine Datenschutzprüfung?
  • [ ] Welche KI-Ausgaben müssen gekennzeichnet werden?
  • [ ] Welche Mitarbeitenden brauchen KI-Schulung?
  • [ ] Welche Agents dürfen eingesetzt werden?
  • [ ] Welche Systeme bleiben für Agents gesperrt?
  • [ ] Wie werden Prompts, Tools und Freigaben dokumentiert?
  • [ ] Was passiert bei Fehlern, Beschwerden oder Abmahnungen?

SEO und KI-Content: Warum reine KI-Texte selten reichen

Auch aus SEO-Sicht ist ungeprüfter KI-Content riskant. Suchmaschinen bestrafen nicht jeden KI-Text automatisch. Das eigentliche Problem ist die Qualität.

Generische KI-Texte enthalten oft bekannte Allgemeinplätze, wenig echte Erfahrung und austauschbare Formulierungen. Für KMU ist das verschenktes Potenzial. Gute SEO-Inhalte verbinden Suchintention, fachliche Tiefe, lokale oder branchenspezifische Relevanz und Vertrauen.

Ein guter KI-gestützter SEO-Prozess sieht anders aus. KI hilft bei Recherchefragen, Struktur, semantischen Begriffen, FAQ-Ideen und ersten Entwürfen. Die eigentliche Qualität entsteht durch Erfahrung, Beispiele, klare Positionierung, echte Leistungen und redaktionelle Präzision.

Für KMU gilt: Wer mit KI nur Masse produziert, wird austauschbarer. Wer KI als Werkzeug für bessere Struktur, schnellere Vorarbeit und sauberere Redaktion nutzt, kann sichtbar profitieren.

Fazit: KI ist hilfreich, aber kein Freifahrtschein

KI kann Marketing schneller und besser machen. Für KMU ist das eine echte Chance. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Prüfung, Datenschutz, Rechteklärung und technische Sicherheit.

Der Unterschied liegt im Prozess. Wer KI-Ergebnisse ungeprüft veröffentlicht, macht sein Unternehmen angreifbar. Wer KI bewusst einsetzt, klare Regeln definiert und Inhalte menschlich veredelt, kann Zeit sparen, ohne Kontrolle zu verlieren.

Viele KMU stehen gerade vor ähnlichen Fragen rund um geeignete Tools, interne Regelungen und die Frage, wer am Ende die Verantwortung trägt.

VON DER SEE begleitet Unternehmen dabei, KI strukturiert in Marketing, Content und Webprozesse zu integrieren. Mit klaren Regeln, praxisnahen Workflows und Blick auf Marke, Recht und Qualität. KI ist dabei kein Automatismus, sondern ein Werkzeug innerhalb eines durchdachten Prozesses.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Bei konkreten rechtlichen Fragen zu Urheberrecht, Datenschutz, Kennzeichnungspflichten oder Haftung sollte eine spezialisierte Rechtsberatung einbezogen werden. Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung vorbereitet, redaktionell geprüft, aktualisiert und fachlich eingeordnet.

Ja, grundsätzlich schon. Übernehmen solltest du sie aber nicht ungeprüft. Wichtig sind Faktenprüfung, redaktionelle Überarbeitung, eigener Stil und eine klare Verantwortlichkeit für die Veröffentlichung.

Das hängt vom Tool, den Nutzungsbedingungen, der konkreten Bildgestaltung und dem Einsatzzweck ab. Für finale Werbemotive sollten KMU bevorzugt mit klar lizenzierten Quellen arbeiten und Bild-KI-Ergebnisse vor Veröffentlichung prüfen.

Nur, wenn Datenschutz, Vertraulichkeit und Anbieterbedingungen sauber geprüft sind. Ohne entsprechende Freigabe gehören keine personenbezogenen, sensiblen oder vertraulichen Daten in nicht geprüfte KI-Tools.

AI Agents sind KI-Systeme, die Aufgaben nicht nur beantworten, sondern teilweise selbstständig planen und ausführen. Sie nutzen Tools, lesen Dateien, sprechen Schnittstellen an oder bereiten Aktionen vor. Genau deshalb brauchen sie klare Rechte, Protokollierung und menschliche Freigaben.

Ja. Der EU AI Act verlangt ein angemessenes Maß an KI-Kompetenz für Personen, die mit KI-Systemen arbeiten oder deren Einsatz verantworten. Für KMU heißt das nicht zwingend große Schulungsprogramme. Klare Grundregeln und praktische Einweisung sind sinnvoll.

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