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Schlagwort: KI

Human first – Marketing beginnt beim Menschen

Warum ich im Marketing lieber beim Menschen anfange. Und warum du dir das auch leisten solltest.

Mobile first. Data first. AI first. Irgendwas first.

Wenn du im Marketing arbeitest, hast du diese Begriffe so oft gelesen, dass sie sich anfühlen wie Hintergrundrauschen. Sie stehen für Fortschritt und Skalierung. Für alles, was man heute können sollte, wenn man ernst genommen werden will.

Ich nutze das alles. Und trotzdem denke ich seit einiger Zeit immer öfter: Irgendwas läuft hier schief. Das Problem ist kein technisches. Es ist ein menschliches.

Wir optimieren uns langsam am Menschen vorbei

Wir werden immer besser darin, Systeme zu bauen, und gleichzeitig schlechter darin, Situationen zu verstehen. Wir messen genauer, erklären weniger. Wir bauen Dashboards, die beeindrucken, und wundern uns, dass Entscheidungen zäher werden.

Am Ende sitzt da immer noch ein Mensch. Vielleicht du selbst, vielleicht dein Kunde, vielleicht jemand, der gerade entscheiden muss, ob er Zeit, Geld oder Vertrauen investiert. Und dieser Mensch soll sich jetzt bitte „abholen lassen“, „durch den Funnel gehen“ und „konvertieren“.

Sorry. So funktioniert das Leben nicht.

Im echten Leben sitzt niemand morgens da und denkt: „Heute gehe ich mal sauber durch einen Funnel.“ Menschen sind müde, genervt, gestresst und wollen, dass etwas einfacher wird.

Kurze Transparenz, bevor jemand die Nase rümpft

Wenn du hier gleich ein paar verdammt werbische Begriffe liest, liegt das nicht daran, dass ich Fan von Marketing-Floskeln geworden bin. Es liegt daran, dass ich zwei Dinge gleichzeitig versuche: dich anzusprechen und Systemen eine Chance zu geben, diesen Text auszuspielen, wenn du genau nach solchen Gedanken suchst.

Human first heißt weder weltfremd noch romantisch. Und mit Digitalverweigerung hat es schon gar nichts zu tun.

Was mich an den „First“-Logiken stört

Mobile first hat Websites besser gemacht. Data first hat Entscheidungen fundierter gemacht. AI first macht Dinge möglich, die vor wenigen Jahren noch Science-Fiction waren. Mein Problem ist nicht die Technologie. Mein Problem ist der Moment, in dem sie Selbstzweck wird.

Je besser die Tools werden, desto größer die Versuchung, alles messen, abbilden und optimieren zu wollen. Und desto schneller fühlt sich das nach Kontrolle an. Das Effizienzversprechen platzt dann genau in dem Moment, in dem niemand mehr weiß, was eigentlich relevant ist. Perfekt durchoptimierte Interfaces, immer feinere Dashboards, Systeme, die immer genauer werden – und Menschen, die sich darin verlieren.

Aufmerksamkeit ist begrenzt. Entscheidungsenergie auch. Je mehr wir gleichzeitig verlangen, desto weniger kommt an. Nicht, weil Menschen dumm oder desinteressiert sind, sondern weil wir sie im falschen Moment überfordern.

Und jetzt kommt noch Agent first dazu

Aktuell taucht eine neue Logik auf: Agent first. Systeme sollen primär für KI-Agenten gebaut werden, weil die schneller vergleichen, filtern und priorisieren können. Technisch nachvollziehbar. Strategisch verkürzt.

Agenten berechnen Werte. Sie entscheiden nicht. Sie tragen keine Verantwortung, leben mit keiner Entscheidung, müssen sich vor niemandem rechtfertigen. Sie sind Infrastruktur, keine Zielgruppe. Am Ende entscheidet immer noch ein Mensch. Wenn wir primär für Agenten optimieren, optimieren wir Vergleichbarkeit – nicht Vertrauen.

Der eigentliche Denkfehler: Wir setzen zu spät an

Human first heißt nicht, Dinge im Nachhinein besser zu erklären. Das ist wichtig, aber das ist Reparatur. Human first heißt, früher anders zu entscheiden. Bevor Tools ausgewählt werden, bevor KPIs definiert werden, bevor irgendjemand ein Dashboard baut, das später erklärt werden muss.

Der Gedanke ist nicht aus dem Marketing geboren – zum Glück. Er stammt aus dem Human-Centered Design, geprägt unter anderem von Don Norman und später systematisiert durch IDEO. Die Idee ist unbequem einfach: nicht vom System aus denken, sondern vom Menschen. Von seiner konkreten Situation und seinem Alltag. Viele Probleme, die wir später mit Reportings lösen wollen, entstehen, weil wir genau diesen Schritt am Anfang überspringen.

Ganz banal heißt das: Erst fragen, in welcher Situation der Mensch gerade steckt – dann entscheiden, welche Zahl oder welches Tool uns wirklich weiterbringt.

Human first bei VON DER SEE

Irgendwann haben wir uns gefragt, wie es eigentlich den Menschen geht, die mit dem arbeiten sollen, was wir bauen. Geschäftsführern, Marketingverantwortlichen, Teams. Die meisten kommen nicht zu uns, weil sie „mehr Marketing“ wollen. Sie kommen, weil sie Orientierung brauchen.

Ein System gegen Chaos. Ein offenes Ohr gegen jeden Trend, der gerade durchs Dorf getrieben wird. Designs, die merkwürdig sind, statt anbiedernd. Marken, die tragen, statt ständig erklärt werden zu müssen.

Unser Anspruch ist deshalb simpel: Wir helfen euch, Systeme so zu bauen, dass ihr weniger erklären müsst. Mit System meinen wir nicht nur Technik, sondern Marken, Designsysteme, Strukturen, Haltungen. Gutes Design nimmt Entscheidungen ab. Eine klare Marke reduziert Rückfragen. Je besser diese Dinge gebaut sind, desto weniger muss später erklärt, relativiert oder repariert werden. Daten spielen dabei eine Rolle, Tools auch. Aber sie sind nicht der Anfang.

Human first heißt für uns, vorher zu entscheiden, was Halt gibt und was über den Moment hinaus trägt. Wenn das stimmt, werden Zahlen verständlich, Entscheidungen leichter, Systeme ruhiger. Nicht, weil wir weniger messen, sondern weil wir früher richtig ansetzen.

Zum Schluss

Human first ist für mich kein Trend. Es ist Erfahrung aus dem Wunsch, dass Marketing wieder hilfreich sein darf, statt erklärungsbedürftig zu werden. Das geht übrigens vielen Menschen so, wie zahlreiche Studien belegen. Marken mit vielen KI-generierten Inhalten wird weniger vertraut.

Wenn deine Maßnahmen technisch sauber sind, sich aber nicht stimmig anfühlen. Wenn Entscheidungen schwerer statt leichter werden. Oder wenn du merkst, dass irgendwo der Mensch verloren gegangen ist: Dann fang wieder dort an. Beim Menschen.

Und wenn du jemanden brauchst, der diesen Blick von außen mitbringt: Melde dich gern.

Trotz KI-Hype: Warum Websites und Shops bleiben – und du sie besser pflegen solltest

Wer sich dieser Tage durch LinkedIn scrollt, kennt das Schauspiel:

Jeden Tag ein neues Wundermittel. Ein Tool, das alles ersetzt. Eine KI, die alles kann. Ein 13 jähriger Guru, der alles weiß. Meist sind es dieselben Gesichter, die gestern noch SEO beerdigt und heute GEO (Generative Engine Optimization) erfunden haben. Und natürlich sollst du jetzt alles umwerfen, neu denken, Tool X abonnieren, Tool Y kaufen. Lehrmeister Z vertrauen (Brudi).

Aber Hand aufs Herz: Wenn alle dasselbe erzählen, ist meist das Gegenteil wahr. Die Realität ist schlicht … und anstrengender:
Ohne gepflegte Website, ohne performanten Shop, ohne Strategie bleibt alles nur Blendwerk.

1. Recht & Vertrauen: Warum du ohne eigene Website ins Risiko segelst

Das Trockenste, aber Wichtigste zu Beginn: Du kannst vieles outsourcen,aber nicht deine Verantwortung.
Unternehmen in Deutschland sind rechtlich verpflichtet, bestimmte Informationen zugänglich zu machen:

  • Impressumspflicht (Telemediengesetz): fast jedes Online-Angebot betroffen.
  • Datenschutz (DSGVO): du musst erklären, was du mit personenbezogenen Daten tust.
  • Barrierefreiheit (BFSG, ab 2025): digitale Inhalte müssen (je nach Unternehmen) zugänglich sein.
  • AGB, Widerruf, Cookie-Opt-in – je nach Branche Pflicht.

Diese Vorgaben kannst du zum aktuellen Stand nur auf einer eigenen, kontrollierten Plattform zuverlässig erfüllen – also auf deiner Website oder deinem Shop.

Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder Marktplätze geben dir meiner Meinung nach keinen rechtssicheren Raum. Sie sind Schaufenster, keine Beweisführung.(Achtung, wie üblich keine Rechtsberatung!)

Kunden spüren das. Eine Website signalisiert Verlässlichkeit. Sie zeigt: Hier steht jemand, der sein Geschäft ernst nimmt. Wenn er dann noch zusätzlich Print liefert, steigt die Akzeptanz sogar noch.

2. Strategie & Unabhängigkeit: Miete keine Sichtbarkeit – bau sie auf

Social Media, Marktplätze, KI-Tools … das alles sind eigentlich gemietete Räume. Sie bringen Reichweite, aber keine Kontrolle.

  • Der Algorithmus ändert sich = du verlierst Sichtbarkeit.
  • Die Plattform sperrt dich = du verlierst Zugang.
  • Die AGB ändern sich = du verlierst möglicherweise Rechte an deinen Inhalten.

Eine Website dagegen gehört dir. Sie ist dein digitales Eigentum, dein Spielfeld, dein Archiv, dein Vertriebszentrum.

Hier steuerst du:

  • Design und Sprache – also wie du wahrgenommen wirst.
  • Inhalte und Tiefe – also was du erklärst, nicht was andere von dir zeigen.
  • Performance und Struktur – also wie schnell du reagierst, wenn sich Märkte ändern.

Ohne eigene Domain bleibst du abhängig und bezahlst irgendwann doppelt: mit Daten, Zeit und Vertrauen.

3. Marke, Shop & Vertrieb: Deine Plattform verkauft mit

Es ist leicht, sich auf Ads, Social oder KI zu verlassen. Aber:
Menschen googeln immer noch (Google ist ganz nebenbei bereits vollgestopft mit KI). Und sie vergleichen.

  • 60 % aller B2B-Käufer informieren sich zuerst über die Website.
  • Mehr als 70 % springen ab, wenn Inhalte veraltet oder unprofessionell wirken.
  • Auch Bewerber:innen beurteilen Seriosität nach der Karriereseite.

Website und Shop sind heute eben auch Vertriebsinstrumente und kein reines Schaufenster.
Sie qualifizieren Anfragen, beantworten Fragen und schaffen Vertrauen, bevor jemand anruft.

Dein Onlineshop ist dabei nicht nur Bestellstrecke, sondern Markenfläche. Er sollte:

  • technisch stabil laufen,
  • mobil schnell laden,
  • SEO- und GEO-optimiert sein (für Menschen und auch KI),
  • regelmäßig gepflegt und erweitert werden.

Eine gute Seite verkauft, auch wenn du gerade schläfst.

4. Technik, SEO & KI: Nur wer pflegt, bleibt sichtbar

KI-Systeme leben von Inhalten. Deinen Inhalten. ChatGPT, Google Gemini, Claude oder Perplexity – sie greifen auf Websites und Shops zu, um Antworten zu formulieren.

Wenn du keine aktuelle, strukturierte Website hast, existierst du in diesen Systemen schlicht nicht.

Darum ist Pflege heute kein „wenn mal Zeit ist“-Thema, sondern Chefsache.
Gute Seiten erfüllen drei Bedingungen:

  • Technisch fit: schnell, sicher, barrierefrei, sauberer Code.
  • Inhaltlich gepflegt: aktuelle Leistungen, Team, News, Cases, Karrierethemen.
  • Semantisch optimiert: Strukturierte Daten (Schema.org), saubere Meta-Texte, klare Sprache.

So verstehen dich nicht nur Menschen, sondern auch Maschinen.
Und das entscheidet über deine Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten. Generative Engine Optimization (GEO) ist kein Trend, sondern Konsequenz.

VON DER SEE hilft, wenn du nicht mehr weißt, wo anfangen

Wir sehen täglich, wie mittelständische Unternehmen den Überblick verlieren:
Die Website veraltet, der Shop läuft, aber keiner pflegt die Produkttexte. Das CMS ist überfordert, das SEO-Ranking bröckelt, und überall tauchen neue Tools auf, die „alles besser“ machen sollen.

Unser Ansatz: System statt Hype.

  • Wir prüfen, ob dein Fundament stabil ist.
  • Wir bringen Strategie, Marke, Design, Technik und SEO auf Linie.
  • Wir machen dein System KI-fähig, ohne dass du die Kontrolle verlierst.

Von der Beratung über das Branding bis zum Onlinemarketing – alles aus einer Hand, vernetzt und verständlich.

Fazit: Kein Tool ersetzt Haltung

KI verändert die Welt.
Aber sie ersetzt keine Marke, kein Vertrauen und keine saubere Technik.

Wenn du online sichtbar, glaubwürdig und zukunftsfähig bleiben willst, brauchst du:

  • eine rechtssichere Website,
  • einen gepflegten, schnellen Shop,
  • aktuelle Inhalte,
  • eine klare Markenstrategie,
  • und ein technisches Fundament, das du selbst verstehst.

Wer das ignoriert, wird vom Hype überrollt – bis das nächste Tool kommt.

OpenAO Spring Update: ChatGPT-4o

OpenAI Spring Update: Let’s go ChatGPT-4o!

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Von Gmail bis Gemini 3: Wo setzt Google KI ein? (Update 2026)

Google KI ist kein neues Tool mehr, das man „mal testet“. Sie ist eher die Strömung, in der du sowieso schon schwimmst, ob du willst oder nicht.

Seit unserem letzten Update hat Google aus „KI-Funktionen“ ein Ökosystem gebaut. Gemini 3 ist dabei mehr als ein Modell. Es ist die verbindende Schicht zwischen Suche, Workspace, Kreativtools und Werbeplattform. Das klingt nach Komfort und ist es auch. Gleichzeitig ist es der Moment, in dem das Internet noch mehr von dem wird, was es ohnehin schon war: überfüllt.

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In diesem Update bekommst du beides: die riesigen Möglichkeiten und die klare Grenze. KI liefert dir Geschwindigkeit. Exzellenz musst du weiter selbst bauen.

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