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Die 9 wichtigsten Neuromarketing-Prinzipien

Die 9 wichtigsten Design-Prinzipien für Kampagnen, die wirklich wirken

 1. Dein Gehirn war zuerst da

Noch bevor du diesen Satz zu Ende gelesen hast, hat dein Gehirn entschieden, ob du bleibst. Die älteren, schnelleren Systeme in dir geben den Takt vor: Wahrnehmung, Emotion und Erwartung.

Das Auge sucht Kontraste, Muster und vertraute Formen. Das Gehirn bewertet unbewusst:
Ist das neu? Ist das relevant? Ist das sicher? Während du glaubst, noch zu prüfen, hat dein Bauch längst eine Vorentscheidung getroffen.

Neuromarketing beschäftigt sich mit genau diesem Moment: dem Augenblick, in dem Bedeutung entsteht, bevor sie gedacht wird. Nennt sich angewandte Empathie:
Das Verständnis, wie Menschen Informationen aufnehmen, was Sicherheit auslöst und wann Interesse abbricht. Gute Kampagnen überzeugen, weil sie sich stimmig anfühlen. Weil Design, Sprache und Rhythmus eine Ordnung bilden, die das Gehirn versteht, ohne sie zu erklären.

Wir entscheiden schneller, als wir denken, und fühlen länger, als wir erinnern.

2. Warum Neuromarketing gerade für KMU so wertvoll ist

Große Marken kaufen Daten. Kleine Unternehmen haben Nähe. Diese Nähe ist ein Vorteil, weil sie echtes Erleben erzeugt: Gespräche mit Kunden, Beobachtungen, unausgesprochene Zwischentöne.

Neuromarketing hilft, dieses Gespür zu strukturieren. Es übersetzt Bauchgefühl in Klarheit. Denn Intuition ist wertvoll, wird aber erst durch Systematik wirksam.

Viele KMU haben eher ein Übersetzungsproblem. Sie wissen, was sie gut machen, aber nicht, wie sie es in klare Botschaften fassen sollen. Hier beginnt Neuromarketing im besten Sinn: Es ordnet Wahrnehmung.

Ein Beispiel: Ein regionaler Handwerksbetrieb bietet Wartungsverträge an:
9 Varianten, jede leicht anders. Auf dem Papier: Vielfalt. Im Kopf des Kunden: Verwirrung.
Nach einer Analyse bleiben drei Pakete übrig: Basis, Komfort, Rundum. Klare Unterschiede, klare Sprache. Das mittlere Paket wird 60 Prozent häufiger gewählt, weil es verständlich ist.

Neuromarketing arbeitet genau an dieser Schwelle zwischen Gefühl und Logik. Es reduziert Reibung.
Es gibt Orientierung. Und wenn sich eine Entscheidung leicht anfühlt, wird sie als richtig empfunden.

Entscheidungen entstehen dort, wo sich Vertrauen und Klarheit treffen.

3. Das Gehirn liebt einfache Entscheidungen

Das menschliche Gehirn ist ökonomisch. Es spart Energie, wo immer es kann.
Darum liebt es Routinen, klare Strukturen und einfache Wahlmöglichkeiten.

Wenn wir drei Optionen sehen, fühlen wir uns wohler als bei zehn.
Dieses Muster nennt man die Rule of 3.
Drei Möglichkeiten suggerieren Kontrolle. Sie geben uns das Gefühl, genug Auswahl zu haben, ohne überfordert zu sein.

Das Gegenteil passiert, wenn das Angebot zu groß ist.
Der Psychologe Barry Schwartz nennt das das Paradox of Choice: Je mehr Freiheit, desto größer die Unsicherheit.
Wer zu viel abwägen muss, entscheidet am Ende gar nicht.

Ein Handwerksbetrieb in Norddeutschland machte diese Erfahrung.
Neun verschiedene Wartungspakete, alle leicht unterschiedlich. Auf den ersten Blick: professionell.
Auf den zweiten: anstrengend.
Erst die Reduktion auf drei klar getrennte Varianten – Basis, Komfort, Rundum – brachte Ordnung.
Seitdem greifen 60 Prozent der Kunden zum mittleren Paket.
Nicht, weil es das günstigste ist, sondern weil es verständlich ist.

Auch Sprache folgt dieser Logik.
„Sicher warm durch den Winter“ wirkt stärker als „Keine kalten Füße mehr“.
Beide Aussagen sind wahr, aber die erste schafft ein positives Bild.
Das nennt man Framing: dieselbe Information, unterschiedlich gerahmt.
Das Gehirn bevorzugt Hoffnung vor Angst. Neuromarketing nutzt solche Prinzipien, um Entscheidungen einfacher zu machen.
Nicht durch Druck, sondern durch Entlastung.

Einfachheit ist kein Mangel an Information, sondern ein Zeichen von Klarheit.

4. Kleine Verschiebungen, große Wirkung

Manchmal überzeugt nicht das Angebot, sondern seine Präsentation.
Das Gehirn reagiert sensibel auf Reihenfolgen, Vergleiche und Belohnungen.
Diese kleinen Mechanismen entscheiden darüber, ob ein Preis günstig wirkt, ein Satz Vertrauen weckt oder ein „Jetzt kaufen“-Button zu aufdringlich erscheint.

Neuromarketing nennt das Reizgestaltung – die bewusste Steuerung dessen, was das Auge zuerst sieht und was im Gedächtnis bleibt.
Einige dieser Effekte begegnen uns täglich:

  • Anchoring: Der erste Preis bleibt im Kopf. „Statt 199 € jetzt 99 €“ wirkt günstiger, auch wenn wir wissen, dass es Taktik ist.
  • Contrast Effect: Eine teure Option lässt die mittlere attraktiv erscheinen. Darum steht auf jeder Speisekarte ein übertrieben teures Gericht.
  • Power of Free: „Gratis Versand ab 50 €“ klingt banal, aktiviert aber das Belohnungszentrum.
  • Affordability Illusion: „0,80 € pro Tag“ fühlt sich leichter an als „24 € im Monat“.
  • IKEA Effect: Wer etwas mitgestaltet, empfindet es als wertvoller. Darum funktionieren Konfiguratoren und Vorlagen so gut.
  • Endowment Effect: Was man besitzt, will man behalten. Eine echte Testphase ist erfolgreicher als jede Simulation.

Diese Prinzipien spiegeln, wie unser Gehirn Welt ordnet.
Es liebt Muster, sucht Kontrast und reagiert auf kleine Belohnungen.
Ein Angebot, das diesen Mechanismen entgegenkommt, fühlt sich schlicht „richtig“ an.

Menschen wollen nicht überredet werden, sie wollen sich verstanden fühlen.

5. Struktur ist Psychologie – auch im digitalen Raum

Das Gehirn liest keine Webseiten, es tastet sie ab.
Blicke springen von Überschrift zu Bild, von Preis zu Button, von Farbe zu Leerraum.
Es sucht Orientierung. Und Orientierung entsteht durch Struktur.

Darum ist gute Gestaltung mehr als Ästhetik.
Sie ist angewandte Wahrnehmungspsychologie.
Überschriften, Abstände, Wiederholungen und klare Navigationspfade helfen dem Auge, Bedeutung zu erkennen. Je schneller ein Mensch versteht, wo er sich befindet und was er tun kann, desto sicherer fühlt er sich.

In der digitalen Kommunikation wird das messbar.
Eye-Tracking-Studien zeigen: Menschen lesen in F-Formen, verweilen an Gesichtern und greifen nach Elementen, die kontrastreich gestaltet sind.
Das bestätigt, was Neuromarketing seit Jahren beobachtet:
Das Gehirn liebt Vorhersehbarkeit, aber es reagiert nur auf Abweichung.

Eine Website, die semantisch sauber gebaut ist – mit klarer Hierarchie (H1 bis H3), lesbaren Texten und ausreichendem Weißraum – folgt genau diesem Prinzip.
Sie spricht die Sprache des Menschen, nicht die des Servers. Und genau hier treffen sich SEO und Neuromarketing:
Beide belohnen Struktur.
Was für Google „lesbar“ ist, ist für den Menschen nachvollziehbar.
Semantik wird so zur Brücke zwischen Technik und Empathie.

Ordnung ist nicht trocken, sie ist das Versprechen, sich zurechtzufinden.

 6. Neuromarketing ist Haltung, kein Werkzeugkasten

Wirkung entsteht nicht durch einzelne Kniffe, sondern durch Haltung.
Eine Marke, die weiß, wofür sie steht, braucht keine psychologischen Tricks.
Ihre Glaubwürdigkeit entsteht aus Konsistenz.

Neuromarketing kann diese Haltung sichtbar machen.
Es hilft, das eigene Denken, Sprechen und Gestalten so aufeinander abzustimmen, dass alles dieselbe Botschaft trägt.
Strategie, Design und Sprache werden zu einer Einheit.

Viele Unternehmen versuchen, Emotionen zu erzeugen.
Stärkere Marken lassen Emotionen zu.
Sie trauen sich, menschlich zu sein: im Ton, auch in der Gestaltung.

Haltung ist, was bleibt, wenn der Effekt vorbei ist.

7. Zwischen Kopf und Gefühl – Beispiele aus dem Alltag

Neuromarketing lebt nicht in Laboren, sondern im Alltag.
Man erkennt es an Orten, die scheinbar nichts mit Werbung zu tun haben.

Ein Winzer, der seine erste Lieferung „frei Haus“ anbietet, schafft mehr als einen Preisvorteil.
Er gibt seinem Kunden das Gefühl, willkommen zu sein.
Kostenlos ist dabei gar nicht das Entscheidende – es ist die Geste.

Ein Café, das den Espresso mit „Nur 27 Cent pro Schluck“ bewirbt, übersetzt Genuss in ein Bild, das jeder versteht.
Die Zahl ist nebensächlich. Der Gedanke, sich etwas Kleines zu gönnen, ist das, was bleibt.

Oder ein Handwerksbetrieb, der statt neun Angeboten nur noch drei anbietet: Basis, Komfort, Rundum.
Der Kunde fühlt sich entlastet. Die Entscheidung fällt schneller, und sie fühlt sich richtig an.All diese Beispiele zeigen, was Neuromarketing im Kern bedeutet:
nicht neue Argumente, sondern neue Zugänge.
Weniger Druck, mehr Verständnis.
Weniger „Kauf jetzt“, mehr „Das passt zu dir“

Gute Marken machen es leicht, sich zu entscheiden – und schwer, es zu bereuen.

8. Warum Farbe das stärkste Signal ist

Farbe wirkt, bevor ein Wort gelesen wird.
Sie entscheidet, ob etwas freundlich, professionell oder riskant wirkt.
Noch bevor der Kopf ein Urteil fällt, hat das Auge längst reagiert.

Ein leuchtendes Rot aktiviert. Es zieht die Aufmerksamkeit auf sich, lässt das Herz etwas schneller schlagen.
Ein tiefes Blau vermittelt Vertrauen und Ruhe.
Grün signalisiert Sicherheit, Gelb weckt Energie.
Keine dieser Assoziationen ist Zufall – sie sind kulturell geprägt und neurologisch verankert.

In diesem Text taucht Rot dort auf, wo Bedeutung liegt: bei Worten wie Vertrauen, Sicherheit, Klarheit.
So wird der Leser geführt, ohne es bewusst zu merken.
Das Auge lernt schnell, worauf es achten soll.

Farbe ist Erinnerung in Lichtgeschwindigkeit.

Darum gehört Farbkonstanz zu den stärksten Werkzeugen der Markenführung.
Ein definierter Akzentton, immer an den gleichen Stellen eingesetzt, verknüpft Marke und Bedeutung.
Das Gehirn liebt Wiederholung, weil sie Sicherheit schafft.
Jede starke Marke nutzt das – vom Logo über den Button bis zur Überschrift. Neuromarketing macht dieses Prinzip sichtbar.
Es zeigt, dass gutes Design kein Stilmittel ist, sondern ein Übersetzer.
Farbe spricht dieselbe Sprache wie Emotion, nur schneller.

Eigentlich müsste hier noch etwas kommen.
Aber manchmal entsteht Wirkung genau dann, wenn man sie nicht ankündigt.

Neuromarketing lebt von dieser kleinen Irritation – vom Moment, in dem du erwartest, dass etwas weitergeht, und es stattdessen still wird.
Diese Stille lässt Raum für das Wesentliche:
Das, was hängen bleibt.

Wenn du die Prinzipien in diesem Text wieder erkennst, dann weißt du, wie sie wirken.
Nicht, weil sie neu sind, sondern weil sie menschlich sind.
Jede Entscheidung, die ein Kunde trifft, folgt denselben vier Grundbedürfnissen:
Sicherheit. Zugehörigkeit. Autonomie. Kompetenz.

Genau dort setzen wir an.
Wir helfen Marken, ihre Kommunikation so zu gestalten, dass sie diese Bedürfnisse anspricht – ohne Theater, ohne Fachjargon, ohne Überforderung.
In einer Welt voller Reize ist Klarheit das stärkste Versprechen.

Wenn du willst, dass deine Marke spricht, bevor jemand den ersten Satz liest, wenn du möchtest, dass dein Angebot sich vertraut anfühlt, noch bevor jemand es versteht,  dann ist das keine Magie. 

Es ist System.

Und dieses System heißt: Marke.

Vielleicht ist das der Moment, an dem du uns kennenlernen solltest.
Nicht, weil wir alles anders machen,
sondern weil wir verstehen, warum das, was du tust, wirken kann.

Ein Gespräch reicht. Danach wirst du deine eigene Marke mit anderen Augen sehen.

Merkwürdig. Weil gewöhnlich keine Wirkung hat.

Neomanie im Marketing: Warum Trends dir schaden können

Nicht jedes Neue ist ein Fortschritt.

Wer heute Marketing verantwortet, kennt dieses Gefühl. Kaum ist eine Kampagne live, taucht der nächste Trend auf. Neues Format. Neuer Kanal. Neuer Hype. Und irgendwo im Hinterkopf die Frage: Müssen wir da auch mitmachen?

Weiterlesen: Neomanie im Marketing: Warum Trends dir schaden können

Diese Unruhe hat einen Namen: Neomanie. Die übersteigerte Fixierung auf das Neue. Im Marketing begegnet sie uns täglich. Besonders in Kampagnenlogiken und in Social Feeds. Und sie passt erstaunlich schlecht zu dem, was Marken eigentlich brauchen: Wiedererkennbarkeit und Vertrauen.

Dieser Beitrag soll kein Trend-Bashing. Er ist eine Einordnung … und ein Plädoyer für Beratung statt Reflex.

Was Neomanie im Marketing wirklich bedeutet

Neomanie beschreibt die Tendenz, Neuheit über Nutzen, Relevanz oder Qualität zu stellen. Im Marketing verschiebt sich dadurch die zentrale Frage.

Weg von: Hilft das unseren Kundinnen und Kunden?
Hin zu: Ist das neu genug, um Aufmerksamkeit zu erzeugen?

Neuheit wird zum Selbstzweck. Aufmerksamkeit zur Währung. Wirkung zur Hoffnung.
Zum Problem wird die Verwechslung von neu mit wirksam.

Wo uns Neomanie im Alltag begegnet

In der Kommunikation

Wöchentlich neue Formate, neue Hooks, neue Tonalitäten und Trends. Oft ohne erkennbare Verbindung zur bestehenden Marke. Hauptsache, der Algorithmus reagiert.

In der Produkt- und Angebotslogik

Features werden ergänzt, bevor bestehende verstanden sind. Varianten entstehen, bevor Klarheit da ist. Das Ergebnis ist selten Mehrwert. Meist ist es Komplexität, dabei brauchen wir einfache Botschaften.

In Social Media

Trends erzeugen FOMO. Kundinnen und Kunden sehen virale Beispiele und fragen: Warum machen wir das nicht auch? Agenturen geraten unter Druck, am Puls der Zeit zu sein. Selbst dann, wenn dieser Puls nichts mit der Marke zu tun hat.

Neomanie sieht nach Aktivität aus.
In Wahrheit ist sie oft nur Aktionismus.

Warum das Neue so verführerisch ist

Neomanie speist sich aus einfachen, bekannten Mechanismen.

  • Neuheit triggert unser Belohnungssystem.
  • FOMO erzeugt Entscheidungsdruck.
  • Social Proof lässt Relevanz größer wirken, als sie ist.

Plattformen und Medien verstärken das. Trendlisten suggerieren Dringlichkeit. Algorithmen belohnen Abweichung. Ruhe wird selten empfohlen.

Das erklärt die Dynamik.
Es rechtfertigt sie nicht.

Die Risiken für Marken

Kurzfristig kann Neomanie Peaks erzeugen. Reichweite. Aufmerksamkeit. Gespräche.

Langfristig hinterlässt sie Spuren:

  • Ein verwässertes Markenbild.
  • Inkonsistente Tonalität.
  • Strategische Erschöpfung.
  • Entscheidungsüberlastung auf Kundenseite.

Wer ständig neu ist, ist selten verlässlich und glaubwürdig.
Und Glaubwürdigkeit ist eine der wichtigsten Währungen von Markenvertrauen.

Genau deshalb veröffentlichen wir bei VON DER SEE keine Inhalte, um Trends mitzunehmen, sondern um Orientierung zu geben.

Trends sind Taktik. Markenführung ist Richtung.

Trends sind nicht falsch. Aber sie sind kein Fundament. Marken entstehen nicht durch Formate, sondern durch Haltung, Konsistenz und Wiedererkennbarkeit.

Eine Marke, die sich wöchentlich neu erfindet, überlässt die Steuerung dem Algorithmus.
Eine Marke mit Strategie nutzt Trends gezielt oder lässt sie bewusst liegen.

Anlehnen oder anbiedern

Ein Unterschied aus der Praxis, der viel klärt.

Anlehnen
Ein Trend wird übersetzt. Die Marke bleibt erkennbar. Tonfall, Bildsprache und Haltung bleiben konsistent. Der Trend ist Vehikel, nicht Identität.

Anbiedern
Ein Trend wird kopiert. Sprache, Gestik und Codes passen nicht. Die Marke wirkt verkleidet. Aufmerksamkeit entsteht, Vertrauen nicht.

Ein Entscheidungsgerüst gegen Neomanie

Ein einfacher Merksatz:
Je mehr wir uns für einen Trend verbiegen müssen, desto schlechter passt er.

Bevor wir einen Trend empfehlen, stellen wir uns fünf Fragen:

  1. Passt er zur Markenidentität, nicht nur zum Kanal?
  2. Erreicht er wirklich die Zielgruppe oder nur die Marketing-Bubble?
  3. Zahlt er auf ein strategisches Ziel ein?
  4. Haben wir Ressourcen für eine saubere, markengerechte Umsetzung?
  5. Lässt sich das Thema über den Trend hinaus verlängern?

Wenn eine dieser Fragen mit Nein beantwortet wird, ist es meist kein Trend. Sondern Ablenkung.

Dieses Innehalten ist das Ergebnis von Erfahrung und bewusster Entscheidung. Wir prüfen zuerst, in welchem Moment Menschen unserer Kommunikation begegnen. Und entscheiden dann, was in diesem Moment wirklich angemessen ist.

Der Gegenpol: Konsistenz statt Dauerneuheit

Langfristig wirksames Marketing setzt also nicht auf permanentes Neuheitsfeuerwerk, sondern auf klare Positionierung, wiedererkennbares Storytelling, konsistente Touchpoints und Relevanz im richtigen Moment.

Omnichannel bedeutet dabei überall dasselbe verständlich zu machen. Wirkung entsteht, wenn Wahrnehmung auf Bedürfnis trifft. Nicht, wenn Neuheit auf Nervosität trifft.

Zum Schluss

Neomanie ist menschlich. Sie fühlt sich nach Bewegung an. Nach Fortschritt und nach Kontrolle in einer lauten Welt.

Aber gute Markenarbeit ist vor allem eines: Konsistent.

Vielleicht ist das Merkwürdige heute nicht, immer Neues zu machen.
Sondern bewusst etwas nicht zu tun.

Und genau da beginnt Beratung.

Wenn du merkst, dass dein Marketing ständig reagiert, aber selten wirkt, lohnt sich kein neuer Trend. Sondern ein Gespräch mit uns.

Die Fixierung auf das Neue. Trends, Formate oder Kanäle werden wichtiger als Nutzen, Klarheit und Wirkung.

Nein. Problematisch wird es, wenn Trends Orientierung ersetzen und strategische Entscheidungen verdrängen.

Weil sie Konsistenz untergräbt. Ständige Veränderung erschwert Wiedererkennbarkeit und Vertrauen.

Sie hilft zu entscheiden, was sinnvoll ist – und was nicht. Beratung ordnet ein, statt reflexhaft zu reagieren.

Farbe entscheidet, bevor du argumentierst

Warum Marken oft an falschen Farbentscheidungen scheitern.

Farbe wird in vielen Markenprojekten so behandelt, als sei sie eine Geschmacksfrage. Sie ist es nicht. Sie ist eine der ersten Entscheidungen, die deine Zielgruppe über dich trifft. Und sie trifft sie, bevor du ein einziges Argument vorbringen kannst.

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UI und UX – was sind die Unterschiede?

Nutzer im Fokus: User-Interface (UI) und der User Experience (UX)

UI und UX sind Begriffe, die für sich stehen und dennoch eng verschlungen sind. Darum werden User Interface (UI) und User Experience (UX) sehr gerne verwechselt, vermischt oder gar synonym verwendet. Um Licht ins Dunkle zu bringen, erklären wir worin die Unterschiede und Besonderheiten von UI und UX liegen.


Sie prägen deine Erfahrung mit einer Website oder einem Produkt: Besonders im Webdesign bist du vielleicht bereits über die Begriffe UX, UI oder Synonyme gestolpert. Beide tragen zum Nutzer:innen-Erlebnis bei, sind aber für unterschiedliche Dinge zuständig. Aus diesem Grund werden sie schnell vermischt und schwammig definiert oder falsch verwendet. UX-Design gilt nicht nur für das Web, sondern kann auf unterschiedlichste Weise angewandt werden – auch bei physischen Produkten.

Was ist das User-Interface (UI)?

Was wir sehen wird erlebbar. All das, was du an einer Website zuerst wahrnehmen kannst, ist das User-Interface oder auch die Benutzeroberfläche. Wenige Sekunden entscheiden darüber, ob User die Website, die App verstehen oder nicht.

Designer in den Bereichen des UI haben die Aufgabe, die Schnittstelle zwischen User und Produkt zu gestalten. Welche Farben, Formen, Schriften, Buttons und Funktionen sind auf den ersten Blick erkennbar? Mittlerweile gehören auch Voice-Interfaces dazu, da Systeme wie Siri, Alexa und Google Assistant vielfach in den Alltag integriert sind.

Für die Gestaltung von User-Interfaces gibt es Leitfäden, beispielsweise das Material Design von Google Material. Dort werden grafische Vorgaben über das Design von Komponenten (also sämtlicher Dinge die du siehst und bedienst) gelistet. Über das Kontaktformular bis zum Menü in einer App.

Daneben gibt es noch weitere Design Sprachen, die genutzt werden können. Wichtig ist auch hier eine konsequente Umsetzung im gesamten Designprozess. Wie auch sonst in der Designwelt üblich, entwickeln sich auch Standards und Stile weiter – daher sollten UI Designer immer ein Auge auf Weiterentwicklungen und Trends haben.

Nur gut aussehen reicht aber auch hier nicht: Die inneren Werte zählen!

Was ist die User-Experience (UX)?

Gute User-Experience bedingt ein gutes UX-Design. Was heißt das genau? Du hast bestimmt schonmal eine Website besucht, in der du

A: komplett überfordert warst aufgrund der Informationsfülle und nicht das gefunden hast, was du suchtest;

B: unklare Anweisung erhalten hast, wie du weiter vorgehen sollst – beispielsweise bei einem Kaufprozess;

C: die Website mit deinem Smartphone nicht lesbar war.

Herzlichen Glückwunsch, du hattest dort offenbar ein schlechtes UX-Design-Erlebnis!

Auch wenn es am Ende einfach aussieht: Für eine optimale User Experience ist viel analytische Feldforschung nötig.

Beispielsweise:

  • Welche Zielgruppe bediene ich und wie ist deren Nutzerverhalten
  • Gibt es ggfs. bestehende Erfahrungen von Nutzenden, die reflektiert werden können
  • Was genau soll erlebbar gemacht und erklärt werden (Sachverhalt klären)
  • Was für ein Ziel habe ich und welche Interaktion ist erwünscht (Kaufabschluss, Kontaktaufnahme oder reine Informationsvermittlung)
  • Welche Struktur basiert auf deiner Interaktion (Wie reagierst du während der Nutzung. Findest du die Information die du suchst, ist die Navigation logisch und nachvollziehbar aufgebaut? Weißt du zu jedem Zeitpunkt, wo du dich gerade befindest oder verlierst du dich in einer Flut von Informationen. Bist du als User zufrieden mit der Erfahrung die du machst? Erfolgserlebnisse sind dabei entscheidend, um das Produkt/die Website als positiv zu bewerten.)

Diese Punkte einfach dargestellt anhand einer einfachen Grafik:

Der gesamte Prozess in 5 einfachen Schritten dargestellt:

  1. UX-Design (Ziele, Nutzende, Forschung, Analyse)
  2. Erstellung von Wireframes (Blaupause für den groben Aufbau unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus den Analysen)
  3. Mockups/klickbare Prototypen (hier kommt bereits das UI-Design des Interfaces zum Tragen)
  4. Usability-Testing
  5. Freigabe

Zu beachten ist, dass keines dieser Schritte einzeln abgeschlossen ist, sondern einen fließenden Prozess dargestellt.

Fazit

UX-Design ist eines der wichtigen Faktoren beim Entstehungsprozess. Es ist nicht ausreichend, eine Anwendung oder eine Website ansprechend zu gestalten, wenn der User aber entnervt aufgibt, weil die Interaktion und damit die User-Experience unterirdisch ist. Umgekehrt ist es dennoch möglich, mit gutem UX-Design und wünschenswertem User-Interface dein Produkt zu vertreiben.

Die mitunter größte Aufgabe, bisweilen auch Herausforderung, aber vor allem Ziel ist es: Komplexe Sachverhalte möglichst einfach und klar verständlich darzustellen. Dafür ist ein Zusammenspiel von UI- und UX-Design unverzichtbar, damit sich deine Marke bestmöglich präsentiert.

Wir freuen uns darauf, dich zu beraten.

Gute Fonts? Was macht eine gute Schriftart aus?

Fonts: Was macht eine gute Schriftart aus? 

Schriftarten – auch Fonts genannt – spielen vielleicht für manch einen eine überraschend zentrale Rolle in der Welt des Designs. Sie beeinflussen nicht nur die Ästhetik einer Marke, sondern auch die Lesbarkeit und somit die Nutzererfahrung auf einer Website oder in einem Dokument. Doch bei der Vielzahl an verfügbaren Fonts kann die Entscheidung schnell überfordern. Was macht also eine gute Schriftart aus? 

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Es gibt fast tausende Google Fonts – schwer sich da zurecht zu finden und sich für eine zu entscheiden. Deshalb stellen wir dir hier die 10 besten Google Fonts vor, die kostenlos verfügbar sind.

Vorab solltet ihr Süßwassermatrosen aber wissen: Achtet beim Einsatz von Google Fonts unbedingt auf die Vorgaben zur DSGVO! Was es zu berücksichtigen gilt, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Obwohl es unfassbar viele Schriften-Anbieter gibt, entscheiden sich Designer doch häufig für kostenlose Schriftarten, die aus dem Internet heruntergeladen werden können und in allen Schriftschnitten im Webbereich genutzt werden können. Unser – und sicherlich auch dein Favorit – ist Google Fonts.

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Du denkst Print ist tot? Dann denk nochmal darüber nach! Denn eine Sache haben Printprodukte den digitalen Medien voraus: durch besondere Papiere und hochwertige Veredelungen lassen sich einzigartige haptische Erlebnisse schaffen. Den Veredelungsmöglichkeiten um Printprodukte aufzuwerten sind kaum Grenzen gesetzt. Von Blind- und Heißfolienprägung, Lackierung, Stanzung bis zu Lasercut – es gibt die verschiedensten Verfahren zur Druckveredelung.

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Design-Plattformen finden heutzutage immer größere Beliebtheit. Durch zahlreiche Vorlagen mit verschiedensten Symbolen lassen sich sogar ganz einfach Logos gestalten. Einfach? Genau das ist der Knackpunkt, denn Logo-Design ist nicht einfach – und wer das behauptet ist nicht ganz ehrlich ;-). Ein Logo ist das erste Element, was ein Unternehmen nach außen hin repräsentiert und die Grundlage für die weitere Entwicklung des Corporate Designs legt. Wir zeigen dir 9 Sünden, die man auf keinen Fall begehen sollte.

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